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HOMAG Cares: 8.000 Euro für einen guten Zweck

Auf dem HOMAG Treff wird fleißig produziert – Möbel und Musterteile, die es so nur auf der Hausmesse zu sehen gibt. Und diese können die Besucher der Hausmesse dann zu einem guten Zweck erwerben. Auch in diesem Jahr spendete HOMAG anschließend den Erlös der Teile im Rahmen von HOMAG Cares – eine Summe von 8.000 Euro.

Bunte Kindermöbel, Tischkicker, Kuckucksuhren, Weinständer und praktische Stehtische mit integriertem Getränketablett – diese Teile wurden bei den Maschinenvorführungen beim HOMAG Treff im September produziert und unter der Initiative HOMAG Cares verkauft. Der erreichte Erlös von rund 4.000 Euro wurde von der HOMAG Group verdoppelt. So spendete das Unternehmen einen stolzen Betrag von insgesamt 8.000 Euro an soziale Einrichtungen. Eine Hälfte der Spende wurde an die „Psychosoziale Krebsberatung in Horb“ übergeben, die andere Hälfte kommt dem Verein „Choice e.V.” in Stuttgart zugute.

Mit HOMAG Cares Lächeln schenken

Über einen Scheck von 4.000 Euro freute sich besonders Ralf Armbruster, Vorstandsmitglied des Vereins Choice e.V. in Stuttgart. Ziel des Vereins ist die Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2011 initiieren die Mitglieder diverse Projekte auf nationaler und internationaler Ebene. Ein aktuelles Projekt ist die „Tour des Lächelns“, die Kindern in schweren Lebenslagen ein Lächeln ins Gesicht zaubern soll.

Das Konzept hinter der Tour berührt: 15 ehrenamtliche Mitglieder des Vereins reisen bei einer 3wöchigen Bus-Tour durch Süddeutschland und musizieren mit und für kranke und hilfsbedürftige Kinder in verschiedenen Einrichtungen (u.a. Kinderkliniken, Kinderdörfer sowie Kindergärten und Schulen für mehrfachbehinderte Kinder).

Die Lieder sind ganz genau auf den Geschmack des „kleinen“ Publikums abgestimmt. Von den Hockern reißen die Kinder im Moment vor allem Lieder wie „Frozen“ aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ oder aber das selbst komponierte Lied „Ich schenk‘ dir ein Lächeln“.

Die Musikanten gehen in ihrer privaten Freizeit auf Tour. Nicht selten wird auch der komplette Jahresurlaub dafür investiert – für viele stellt diese Zeit das Highlight des Jahres dar. Christian Boll ist erst seit einem Jahr dabei – aber auch er hat die „Tour des Lächelns“ bereits ebenfalls zu einem festen Bestandteil seines Lebens gemacht: „Für mich sind die Augenblicke mit den Kindern Eindrücke, die man nicht beschreiben kann. Wenn einem Kinder, die sich in einer schweren oder oftmals auch hoffnungslosen Lebenslage befinden, ein fröhliches Lächeln schenken, bekommen wir doch schon mal eine Gänsehaut.“ Armbruster ergänzt: „Unser Lohn ist das Kinderlächeln. Dafür lohnt sich auch die Übernachtung in Vereinsheimen, auf Luftmatratzen und mit oft spartanischen sanitären Einrichtungen. Außerdem schweißt uns das sehr zusammen. Wir sind in den 3 Wochen 24 Stunden am Tag zusammen – und wie eine kleine Familie.“

Die gesamte Tour wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Das Geld von HOMAG wird vor allem für die Miete der beiden kleinen Tour-Busse eingesetzt, so dass die Musiker alle geplanten Einrichtungen mühelos erreichen können.

Krebsberatung in Horb: In Zukunft mehr Termine

Ebenfalls 4.000 Euro nahm Dr. Silke Schnell-Coopmans in Empfang, die für das Universitätsklinikum Tübingen tätig ist. Unter anderem betreut sie dort Beratungsstellen für Tumorpatienten. Dazu gehört auch die psychosoziale Krebsberatung in Horb. Die Mitarbeiter der Krebsberatungsstelle haben täglich mit Menschen zu tun, die selbst von Krebs betroffen sind, oder in deren Umfeld die Krankheit eine Rolle spielt. Krebspatienten und Angehörige sind psychisch stark belastet und benötigen oftmals ambulante Unterstützung. Aus diesem Grund hat die Tübinger Krebsberatungsstelle im Jahr 2012 eine Außenstelle in Horb eingerichtet. So haben Betroffene aus dem Landkreis Freudenstadt die Möglichkeit ortsnah beraten zu werden. Leider verfügt diese Außenstelle nicht über ausreichende finanzielle Mittel und sind auf Spenden angewiesen. „Bisher findet die Beratung nur alle zwei Wochen statt – mehr können wir momentan nicht stemmen – auch nicht finanziell. Zweimal im Monat ist aber viel zu selten. Zu uns kommen zum einen Menschen, die eben erst die Diagnose für ihren Krebs erhalten haben, aber auch Patienten, die eine gewisse Wartezeit bis zur nächsten Behandlung überbrücken müssen. Genauso beraten wir Personen, die noch auf der Suche nach der richtigen Therapie sind. Und alle diese Menschen brauchen dringend fachkundige Beratung und psychische Unterstützung“, so Dr. Schnell-Coopmans. Die Spende soll ein Anfang sein, die Beratung in Horb einmal pro Woche, also doppelt so oft anzubieten.

Übergeben wurde die Spende von Ulrich Schmitz, Geschäftsführer der HOMAG GmbH. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende bei zwei solch wichtigen und außerordentlichen Organisationen einen Beitrag leisten können. Vielen ist das Schicksal von Menschen in solchen Situationen nicht bewusst – sei es ein Kind in einem Kinderheim oder Hospiz, oder auch ein Mensch, der eben von einer Krebsdiagnose erfahren hat. Wir sind froh, wenn wir Menschen helfen eine Tour des Lächelns durchzuführen und Kinder zum Strahlen zu bringen – aber auch, wenn wir helfen können, Krebspatienten in der Region etwas mehr Halt und einen Ort zur Beratung zu bieten.“

Info:

Für die HOMAG Group gehört das soziale Engagement zur Unternehmenskultur. So ist die Initiative HOMAG Cares seit vielen Jahren Bestandteil von Messen und Veranstaltungen – über den ganzen Globus verteilt und immer mit der Unterstützung karitativer Einrichtungen im Vordergrund. Der Grundstein der Idee entstand 2008 in Indien – dort wurden über 200 Möbelstücke auf Messen mit HOMAG Maschinen an Schulen gespendet. Die jüngste Spende nach der LIGNA 2015 ging an „Die TREPPE“ Freudenstädter psychosoziale Hilfsgemeinschaft e.V. – ein gemeinnütziger Verein, der das Ziel verfolgt, Hilfsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Abhängigkeitserkrankungen zu schaffen.

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