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HOMAG Cares: 8.000 Euro für die Lebenshilfen

Musterteile vom HOMAG Treff: Erlös erfüllt einen guten Zweck

Musterteile für einen guten Zweck: Lustige Messlatten für Kinder in Giraffendesign, Tischkicker, Obstschalen, Kindergarderoben, Schuhregale und praktische Stehtische – diese Teile wurden auf dem HOMAG Treff in Schopfloch und Holzbronn bei den Maschinenvorführungen live produziert und anschließend an die Besucher verkauft. Unter der Initiative HOMAG Cares erreichte man einen Erlös von insgesamt 6.000 Euro – und dieser wurde durch HOMAG auf 8.000 Euro aufgestockt. Der Betrag kommt nun der Lebenshilfe Horb-Sulz e.V. (nahe Schopfloch) und der Lebenshilfe Calw e.V. (nahe Holzbronn) zugute.

Persönliche Unterstützung in allen Lebenslagen

Die Lebenshilfe setzt sich für Menschen mit verschiedenen Behinderungen und deren Familienangehörige ein. Die Angebote der Lebenshilfe ermöglichen die Teilhabe der Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen und fördern die Lebensqualität.
Zwei elementare Bausteine des Angebots der Lebenshilfe sind verschiedene Freizeitaktivitäten, die die Menschen alleine nicht wahrnehmen könnten, sowie die Schaffungen von Arbeitsplätzen für Menschen, die im „normalen“ Arbeitsalltag nicht oder nur schwer integriert werden könnten.

So ist die Lebenshilfe Horb-Sulz e.V. beispielsweise Mit-Gründer der „Schwarzwaldwerkstatt“ in Dornstetten. Die Einrichtung bietet den Menschen Jobs mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und spricht gleichzeitig auch ein großes Spektrum an Kunden aus Industrie und Handwerk als Partner an – auch HOMAG zählt zu den treuen Kunden und lässt seit vielen Jahren Teile für den Maschinenbau in der „Schwarzwaldwerkstatt“ fertigen.

Die Lebenshilfe Calw e.V. arbeitet in ihrer Region mit der GWW zusammen. Die Einrichtung „Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, für Menschen mit Behinderung Arbeits- und Wohnplätze zu schaffen und die notwendigen Hilfe- und Förderleistungen bereitzustellen. Auch hier setzen viele große Unternehmen auf die Arbeit der Menschen in der GWW – unter anderem auch das Unternehmen Daimler.

Was verbindet, sind Erlebnisse

Wer fleißig arbeitet, soll sich auch in der Freizeit austoben. Wenn Barbara Rauschenberger (1. Vorsitzende Lebenshilfe Horb-Sulz e.V.) und Christina Stein (Leitung „Offene Hilfen“ Lebenshilfe Calw e.V.) über die Freizeitaktivitäten mit den Menschen mit Behinderung sprechen, beginnen die Augen sofort zu leuchten. Barbara Rauschenberger, die selbst seit rund 30 Jahren bei HOMAG in Schopfloch tätig ist, engagiert sich seit vielen Jahren in ihrer Freizeit aktiv für die Lebenshilfe. „Was ich besonders an der gemeinsamen Zeit mit Menschen mit Behinderungen schätze, ist die Ehrlichkeit, die man verspürt. Vor allem im „normalen“ Alltag vermisst man diese unkomplizierte und sympathische Ehrlichkeit heute doch sehr. Bei allem anderen gibt es keine Unterschiede zu Menschen ohne Behinderung. Menschen mit Behinderung haben genau dieselben Bedürfnisse, sei es beim Wohnen, bei der Arbeit oder in der Freizeit.“ Was die Menschen bei der Lebenshilfe Calw e.V. besonders glücklich macht, erzählt Christina Stein. Sie ist seit rund 6 Jahren hauptberuflich in leitender Funktion in der Einrichtung tätig. „Ein besonderes Highlight – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene – ist unser jährliches Indianer-Lager. Wir angeln gemeinsam, grillen und übernachten in Tipis. Das ist ein richtiges Abenteuer für alle Beteiligten – auch für die Familienangehörigen. Besonders war aber auch unser Kochkurs in der Traube in Tonbach. Hier haben sich unsere Teilnehmer wie Sterneköche gefühlt.“

Überraschung zum Jahresende: Fußballtrikots und eine Dschungelhütte

Bei einem Punkt sind sich Rauschenberger und Stein besonders einig: Die Gradwanderung zwischen sozialer Verantwortung und finanzieller Machbarkeit wird immer schwieriger. Neben Finanzierungen, die die Regierungspräsidien und die Landkreise beisteuern, sind es vor allem Spenden, die die Leistungen der Lebenshilfe möglich machen. Ohne Spenden wären die Betreuung und das Angebot für die Menschen mit Behinderung nicht umzusetzen. Umso größer ist die Freude über die jeweils 4.000 Euro. „Beträge in solcher Höhe sind für uns eine absolute Ausnahme“, so Rauschenberger und Stein. Einen Teil des Geldes wollen beide daher für zukünftige Anschaffungen zurückhalten. Aber natürlich nicht alles: Die Fußballmannschaft der Lebenshilfe Horb-Sulz e.V. wird neue Fußballtrikots mit HOMAG Logo bekommen, damit sie beim Stadtteilpokal-Turnier in Horb a. Neckar am Jahresende nicht nur durch die Leistung, sondern auch durch einen sportlichen, neuen Dress beeindrucken können. In Calw steht der Ausbau des Spielegartens für die Kinder auf dem Plan. Geplant ist eine „Dschungelhütte aus dem Takka-Tukka-Land“, die den Kleinsten in der Lebenshilfe Calw e.V. Platz für neue Abenteuer bieten soll.

Die Lebenshilfe

Die Lebenshilfe ist ein gemeinnütziger Verein, der im Jahr 1958 von Eltern mit Kindern mit einer Behinderung und von interessierten Fachleuten in Marburg gegründet wurde. Inzwischen gibt es insgesamt 16 Landesverbände und 530 Ortsvereine im gesamten Bundesgebiet, davon 68 Vereine in Baden-Württemberg, die alle dem Dachverband der Bundesvereinigung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen in Marburg angehören. Die Lebenshilfe vertritt aktiv und engagiert die Interessen von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen. Heute zählt die Lebenshilfe im gesamten Bundesgebiet rund 130.000 Mitglieder.
Unter dem Motto „Es ist normal verschieden zu sein!“ ist die Lebenshilfe Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung.

Zum Hintergrund: HOMAG Cares

Mit der Initiative HOMAG Cares tut HOMAG als Unternehmen gleich an mehreren Stellen Gutes: Außergewöhnliche und praktische Vorführteile, die auf Messen produziert werden, finden ihren Platz im Zuhause von Messe-Besuchern – gleichzeitig kommt der Erlös dieser Teile Menschen oder Organisationen zugute, die vor Herausforderungen stehen und das Geld dringend benötigen.
Für HOMAG gehört das soziale Engagement zur Unternehmenskultur. So ist die Initiative HOMAG Cares seit vielen Jahren fester Bestandteil von Messen und Veranstaltungen – über den ganzen Globus verteilt und immer mit der Unterstützung karitativer Einrichtungen im Vordergrund.
Der Grundstein der Idee entstand 2008 in Indien – dort wurden über 200 Möbelstücke auf Messen mit HOMAG Maschinen gefertigt und anschließend an Schulen gespendet. Die jüngste Spende nach der LIGNA 2017 ging an die Organisation „Future Chances – For Kids and Poor in Tanzania (ped-world e.V.)”, wo HOMAG beim Ausbau und der Einrichtung einer Schule unterstützt, die armen Kindern eine gute Ausbildung sichern soll.

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