12.08.2021   |   Überlingen   |   Deutschland

Wartung & Inspektion: „Maschinen benötigen die volle Power“

Warum die Sauter GmbH aus Überlingen einen großen Fokus auf regelmäßige Wartungen und Inspektionen ihres Maschinenparks legt, erfahren Sie im Interview.

„Unserer Meinung nach kann eine Maschine durch regelmäßige Inspektionen und Wartungen eine ganze Zeit länger eingesetzt werden. Wir haben unsere Maschinen dadurch ständig im Blick und können besser vorausplanen.“

Markus Kemptner, Sauter GmbH, Überlingen

Bei der Sauter GmbH aus Überlingen sind die Maschinen ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Sie müssen bei Höchstleistung immer zuverlässig produzieren und benötigen dafür natürlich ihre volle Power. Das ist auch einer der Gründe warum die Überlinger einen großen Fokus auf regelmäßige Wartungen ihres Maschinenparks legen.

HOMAG: Der Anspruch an Ihre Maschinen ist hoch und Höchstleistung ist auch das, was Sie täglich von Ihren Maschinen fordern. Zugleich müssen Sie volles Vertrauen in deren Leistung haben. Welche Rolle bzw. welchen Stellenwert hat die Maschinen-Wartung dabei bei Ihnen im Unternehmen? Und warum haben Sie sich für die Wartung durch den Hersteller entschieden?
Markus Kempter: Obwohl wir ein kleines Unternehmen sind haben wir - aufgrund unserer Unternehmensgeschichte - Serienfertiger-Gene. Wichtig ist uns deshalb eine hohe Produktivität und Verfügbarkeit der Produktionsanlagen. Daher sind regelmäßige Wartungen durch den Hersteller aus unserer Sicht unverzichtbar, um möglichen Störungen so gut es geht vorzubeugen. Die Wartung der Maschinen selbst durchzuführen kommt für uns nicht in Frage, denn das ist ein Job für Experten. Der Maschinen-Hersteller kennt die Technik, Steuerung und Funktionen der Maschine wie kein anderer und hat bei den Wartungen natürlich ein viel geschulteres Auge sowie einen enormen Erfahrungsschatz. So haben wir, mit diesem Grundgedanken, bereits 1998 einen Wartungsvertrag mit HOMAG abgeschlossen.

Den gleichen großen Stellenwert haben wir aber auch schon immer auf die Wahl des Servicetechniker gelegt, denn der sollte möglichst immer der Gleiche sein. Er begleitet die Maschine mit uns über die Jahre hinweg, kennt dadurch jede Eigenheit, kleine Spezialitäten und kann so bei der Wartung die richtigen Schwerpunkte setzen. Ein Beispiel: Während einer Inspektion ist eine Spindel etwas auffällig geworden, aber noch nicht so, dass diese getauscht werden muss. Bei der nächsten Wartung kann der Techniker dann ein spezielles Augenmerk auf diese Spindel legen und die Veränderungen genau analysieren.

HOMAG: Sind Sie denn auch der Meinung, dass die Maschinen-Qualität ebenfalls von der Durchführung von regelmäßigen Wartungen abhängt?
Clemens Mayer:Die Maschinen-Qualität hat natürlich auch viel damit zu tun. Denn je höher die Qualität der Maschine desto wichtiger der regelmäßige Schutz. Gleichzeitig kommt es darauf an wie stark ich meine Maschine beanspruche, also was ich mit der Maschine produziere und welche Belastungen auftreten. In unserem Fall werden unter anderem hoch verdichtete MDF-Platten verarbeitet, das natürlich unsere Spindeln auch stark beansprucht.

Die Maschinen benötigen ihre volle Power, daher muss der Maschinen-Zustand immer wieder überprüft werden. Wir können ja nicht erwarten, dass eine Maschine, mit der z. B. 5 Jahre am Limit produziert wird und die nicht regelmäßig überprüft wird, dauerhaft tadellos funktioniert.

Markus Kempter:Genau. Unserer Meinung nach kann eine Maschine durch regelmäßige Inspektionen und Wartungen eine ganze Zeit länger eingesetzt werden und deren Verfügbarkeit bleibt auf einem hohen Niveau. Wir haben unsere Maschinen dadurch ständig im Blick und können in vielen Punkten so besser vorausplanen.“

HOMAG: Wurden die Servicekosten für Sie denn planbarer?
Markus Kempter:„Teilt man die Servicekosten in die Kosten für Wartung und für Ersatzteile auf, so sind die Wartungskosten durch die vertragliche Vereinbarung vollkommen transparent und planbar. Kosten für Ersatzteile kann man allerdings nicht vollständig vorausplanen. Oft kündigt sich aber ein Ersatzteilbedarf bereits Monate im Voraus an und kann dann von Wartungstermin zu Wartungstermin geplant werden.

Clemens Mayer:Ein gutes Beispiel war sicherlich ein Vorfall vor ca. 4 Monaten. Eine unserer Spindeln ist ausgefallen. Jedoch hat sich der Defekt der Spindel schon über ca. 1 Jahr bei den Wartungen angekündigt. Unser Servicetechniker hat aber grünes Licht gegeben, dass sie noch eine Weile funktionieren wird. So hatten wir genug Zeit, um Angebote einzuholen und zu vergleichen bis die Spindeln dann wirklich getauscht werden musste. Der Ausfall war somit weder überraschend noch musste übereilt eine Reparatur veranlasst werden. Der letzte ungeplante Maschinenausfall bei unseren CNC-Maschinen liegt aber sicherlich schon 4 Jahre zurück, was auch unsere Aussage bestärkt, dass sich Wartungen nachhaltig lohnen.

HOMAG: Wie viele Servicefälle haben Sie denn ungefähr pro Monat?
Clemens Mayer: Das ist schwer zu sagen, schätzungsweise würde ich 0,5 x pro Monat sagen. Das sind aber meist keine Maschinenausfälle, sondern eher Verbindungsprobleme, komplexe Bedienerfragen oder unbekannte Fehlermeldungen.“

HOMAG: Und wie häufig würden Sie sagen, haben Sie technische Maschinen-Defekte?
Clemens Mayer:
Technische Maschinen-Defekte haben wir so gut wie keine und Folgeschäden, die durch Verschleißteile ausgelöst werden, auch nicht. Verschleißteile werden in der Wartung erkannt und auffällige Teile beobachtet. Der HOMAG Techniker hat hierfür einfach einen viel besseren und natürlich geschulteren Blick als wir selbst.“ Echte Stillstände haben wir so maximal 1-2 x im Jahr."

HOMAG: Zum Schluss noch eine letzte Frage: Wie beurteilen Sie auch gerade im Hinblick der Hotline unsere Servicevertrags-Lösung iPackage?
Markus Kempter:Vorteil vom iPackage sehen wir ganz klar in der Kombination von Hotline und Maschineninspektion, also quasi ein All-Inclusive Paket, das wir perfekt finden. Dadurch, dass die Hotline hier auch dabei ist, ist die Hemmschwelle wegen kleinerer Fragen anzurufen nicht mehr groß. So stellt man leichter Fragen, die dann zum Beispiel auch bei der Bedienung helfen und uns schneller machen."

HOMAG: Vielen Dank für dieses interessante und sehr aufschlussreiche Interview. Wir freuen uns auf eine weiterhin so gute Partnerschaft und Zusammenarbeit.

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