21.05.2015   |   Deutschland

SchwörerHaus setzt auf Anlagentechnik von WEINMANN

Neben der Wand- und Deckenherstellung kommen die WEINMANN Maschinen nun auch bei der Herstellung von Sonderelementen wie Gauben und Kniestockelementen zum Einsatz.

1950 gegründet, gehört die Schwörer Haus KG heute mit 800 bis 1000 gebauten Häusern im Jahr zu den größten Fertighausherstellern Deutschlands. Der Stammsitz des Familienunternehmens liegt im schwäbischen Hohenstein-Oberstetten. Die Schwörer Gruppe mit insgesamt 8 Standorten in Deutschland verfügt außerdem über Kompetenzen im Betonbau (Keller, Garagen, Fertigteile für Gewerbe- und Wohnbau), Stahlbau, Fertigbad-Systeme bis hin zu Komplettbau-Angeboten. Die Gruppe erwirtschaftet derzeit mit 1700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen Jahresumsatz von 250 Mio. Euro.

Als Fertighausunternehmen war Schwörer Haus Anfang der 90er Jahre der erste WEINMANN Kunde überhaupt. Damals bezog man eine Produktionslinie für Außen- und Innenwände, die bis heute in Betrieb ist. Im Lauf der Jahre ausgebaut und erweitert, beginnt die Wandproduktion in Oberstetten inzwischen mit einer Riegelwerkstation, die insgesamt 12 Arbeitstische mit 4 Multifunktionsbrücken beschickt. Außerdem hat WEINMANN dem schwäbischen Fertighausunternehmen eine Deckenelement- und eine Giebelproduktion geliefert. Jüngste Neuanschaffung bei Schwörer Haus ist eine Produktionslinie für Sonderbauteile mit 6 Arbeitstischen und einer Multifunktionsbrücke. Dr. Joachim Mohr, freier Journalist, sprach mit dem Produktionsleiter Bernhard Hepp über die neue Anlage.

Dr. Mohr: „Herr Hepp, Schwörer Haus scheint ein sehr guter Kunde der WEINMANN Holzbausystemtechnik GmbH zu sein...?“

Hepp: „In der Tat, und das nicht nur wegen der Qualität der Maschinen, die sich ja schon am respektablen Alter unserer Wandproduktion ablesen lässt. Fast genau so wichtig ist für uns eine Flexibilität, die es uns erlaubt, unsere Maschinen durch neue Aggregate aufzurüsten und so an sich wandelnde Anforderungen anzupassen. Der bei WEINMANN übliche modulare Aufbau ist deshalb ein wichtiger Aspekt ihrer Langlebigkeit...“

Dr. Mohr: „...und die Weiterentwicklung der Aggregate ein wichtiger Bestandteil des Service...“

Hepp: „Service steht für uns natürlich auch ganz oben im Pflichtenheft. Dies schon allein deshalb, weil wir uns bei unseren Stückzahlen keine langen Standzeiten leisten können. Bei WEINMANN fühlen wir uns diesbezüglich sehr gut aufgehoben, denn hier bekommen wir bei Problemen zeitnah kompetente Hilfe. Außerdem geht man in Lonsingen sehr gut auf spezielle Kundenwünsche ein: Wir konnten die neue Produktionslinie nicht nur auf die Anforderungen unseres Bausystems hin optimieren, wir hatten sogar Einfluss auf einen Teil der verbauten Maschinenteile - für uns wichtig, weil wir die Wartung mit eigenen Maschinenbauern durchführen und dabei im gesamten Werk einheitliche Bauteile haben möchten.“

Dr. Mohr: „Ihr Maschinenbau war ja auch an der neuen Produktionslinie beteiligt.“

Hepp: „Ja, verschiedene Materialzufuhr- und Lagersysteme stammen aus unserer eigenen Produktion.“

Dr. Mohr: „Und Sie fertigen auf dieser Linie ausschließlich Sonderbauteile?“

Hepp: „Nein, wir können hier auch Kapazitätsspitzen aus den anderen Produktionsbereichen abfedern. Im Normalbetrieb laufen über die Anlage zum Beispiel Wandelemente mit hohem Vorfertigungsgrad, die für die mehrgeschossige Hybridbauweise (Beton/Holz) bestimmt sind. Hier bietet uns die Plattenbearbeitung mit der Multifunktionsbrücke mehr Flexibilität bei den Materialien, sodass wir individuell auf Kundenwünsche eingehen können. Bei der Mehrzahl der bearbeiteten Sonderbauteile handelt es sich allerdings um Kniestockwände, Gauben und Wandelemente aus unserem sogenannten FlyingSpace-Programm - multifunktionale Wohnmodule, die einzeln als Minihäuser, als Erweiterungsbau oder als Mehrzweckwohnanlage angeboten werden. Deshalb ist die Anlage sehr flexibel und kann zum Beispiel Wandelemente bis 14,´50 m Länge produzieren. Auch bei den Giebelhöhen haben wir etwas mehr Spiel. Bei diesen Bauteilen können wir auf der neuen Anlage Arbeitsgänge zusammenführen, die wir bisher manuell erledigen mussten. Bei den anderen Fertigungslinien liegt die Mindesthöhe bei 140 cm und die Maximallänge bei 12,50 m.“

Dr. Mohr: „Worin sehen Sie denn die Hauptvorteile eines Wechsels von der manuellen zur maschinellen Fertigung?“

Hepp: „Vor allem in einer konstanten Präzision auf extrem hohem Niveau, die sich in der Bauteilqualität niederschlägt und das Qualitätsmanagement vereinfacht. Außerdem in einer rationellen Fertigung mit kurzen Produktionszeiten.“

Dr. Mohr: „Herr Hepp, ich danke Ihnen für das Gespräch.“

 

Quelle / Bildrechte: Nachdruck genehmigt durch SchwörerHaus KG, 72531 Hohenstein, Deutschland

Fotos: Martin Kunze

Text von: Dr. Joachim Mohr

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