30.11.2020   |   Murrhardt   |   Deutschland

Der Herr der Werkstücke

Mit dem Sortier-Assistenten hat Mario Esch nun den Überblick über all seine Werkstücke. Seine Werkstatt ist jetzt vom Aufmaß bis zur Montage vollständig digitalisiert.

Nesting steigert vor allem bei kleineren Betrieben die Effizienz. Die Arbeit läuft rund und reibungslos – aber oft nur bis zum Bekanter. Dahinter heißt es suchen, zählen, weitersuchen und hoffen, dass das Los komplett ist. Mario Esch kann ein Lied davon singen.

Ein Artikel des Fachmagazins DDS, Ausgabe 11/2020.  Hier lesen Sie den Artikel auf DDS-Online.

An der rechten Hand trägt Mario Esch einen Handschuh mit einem streichholzschachtelgroßen Laserscanner auf dem Handrücken. Das Gerät wirft ein rotes Laserkreuz nach vorne. Der Schreinermeister steht in seinem Sechs-Mann-Betrieb hinter der Kantenanleimmaschine und richtet das Laserkreuz auf das QR-Code-Etikett des Werkstücks, das auf ihn zufährt. Noch bevor das Teil den Maschinenauslauf erreicht, betätigt er mit den Fingern einen Schalter in der Handfläche des Handschuhs und scannt den Code. Hinter ihm steht ein fahrbares Sortierregal mit etwa 30 Fächern. Am Fach ganz links unten leuchtet ein LED-Streifen in der Farbe Weiß. In dieses Fach sollte er das Werkstück hineinstellen. Mario Esch möchte es aber lieber ganz oben rechts einordnen. Kein Problem, er richtet seinen Scanner auf das Etikett am Wunschfach, drückt ab und schon leuchtet es nicht mehr links unten, sondern rechts oben.

Sortierassistent hinterm Bekanter
Esch betreibt seit zwei Jahren Nesting und hat einen durchgängigen Datenfluss vom Aufmaß über das CAD/CAM-System und die Nestingmaschine mit eigenem Fertigungsleitsystem bis hin zum Bekanter realisiert. Gerne bündelt er aus gleichen Platten zu fertigende Aufträge. Die Menge an Teilen, die hinter der Kantenanleimmaschine in willkürlicher Reihenfolge anfiel, ließ sich jedoch manuell nicht mehr effizient bewältigen. Bei der Recherche nach Abhilfe stieß Mario Esch auf das Sortierprojekt von HOMAG und der TH Rosenheim. Diesem schloss er sich zu Jahresanfang als Pilotanwender des Sortierassistenten an. Würde Esch, nachdem er das Teil einsortiert hat, das Etikett des Fachs scannen, so wechselte die Lichtfarbe zu Grün und das Einlagern wäre gebucht. Diesen Arbeitsschritt spart er sich jedoch. Das System bucht nämlich das zuletzt eingeordnete Bauteil dann als im empfohlenen Fach einsortiert, wenn der Bediener das nächste einzusortierende Werkstück scannt.

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Fotos: Fachmagazin DDS / Georg Molinski

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