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Platz 1 im Neuheiten-Symposium: HOLZMA bringt Hightech in die Vorritzsägeneinstellung

Das Einstellen der Sägeblätter war zeitaufwendige Handarbeit – bis die HOLZMA diesen Vorgang jetzt automatisierte: Mit der neuen kameragesteuerten Vorritzsägeneinstellung setzt der Weltmarktführer erneut Maßstäbe hinsichtlich Präzision, Schnelligkeit und Bedienfreundlichkeit. Die Idee kommt an: Im Neuheiten-Symposium 2007 – initiiert von SCHULER Business Solutions AG, Holz-Zentralblatt und der Fachhochschule Rosenheim – belegte HOLZMA den ersten Platz im Segment "maschinelle Fertigung".

Präzise Schnitte sind für die meisten HOLZMA Kunden ein unbedingtes Muss. Daher sind auch immer wieder Justierungen der Sägeblätter nötig – zum Beispiel nach einem Sägeblattwechsel oder bei Abnutzungs­erscheinungen der Blätter. Kurz: Wenn Vorritz- und Hauptsäge nicht in einer Flucht laufen oder die Eintauchtiefe des Vorritzsägeblattes nicht zufriedenstellend ist, dann tritt ab sofort in jeder Maschine der neuen Baureihe 5 (HPP/HPL 530 optional, HPP/HPL 550/570 im Standard) das neue System in Aktion.

Die zum patentierte Innovation besteht aus einer staubgeschützten Kamera, die auf dem Sägewagen montiert ist, aus einem präzisen Messsystem und aus einer ausgefeilten EDV-Steuerung im Rahmen der HOLZMA Bediensoftware 'CADmatic 4 PROFESSIONAL'.

Das System funktioniert vollautomatisch. Den kompletten Vorgang steuert und überwacht der Maschinenbediener über die Bediensoftware 'CADmatic 4 PROFESSIONAL' am Bedienpult der Plattenaufteilsäge.

  • Zunächst legt der Maschinenbediener eine Testplatte auf. In diese werden vollautomatisch eine Nut mit der Haupt- und eine Nut mit der Vorritzsäge angelegt. Anschließend positioniert sich der Sägewagen neu und fährt dann mit der Kamera die gesägten Nuten ab. Er hält an einigen vordefinierten Stellen kurz an und macht Aufnahmen. 
  • Für optimale Messergebnisse verfügt die Kamera über eine LED-Beleuchtung mit verschiedenen Farben zur korrekten Ausleuchtung der Platte. Dank eines ausgeklügelten Softwarealgorithmus wählt sie selbständig – je nach Platte(nfarbe) – die passende Beleuchtungsfarbe und auch die geeignete Belichtungszeit. 
  • Sind die Nuten von der Kamera aufgenommen, werden sie mit Hilfe einer Bildverarbeitungssoftware vermessen. Anschließend regelt die Maschinensteuerung die Ausrichtung des Vorritzsägenblattes zum Hauptsägeblatt. Die dazu neu konzipierten magnetischen Linearmesssysteme sind an der Vorritzsäge installiert. Sie arbeiten berührungslos, sind verschleißfrei und schmutzunempfindlich. In Echtzeit erhält der Maschinenbediener schließlich das Ergebnis in der Maschinensteuerungssoftware CADmatic übersichtlich auf dem 19-Zoll-Touchscreen dargestellt.
  • Anschließend erfolgt – ebenfalls vollautomatisch – ein Kontrollschnitt, mit dem die durchgeführte Verstellung auf Richtigkeit geprüft wird.

Eine Überprüfung der neuen Vorritzsägeneinstellung durch den Maschinenbediener ist im Normalfall nicht nötig. Natürlich kann er auf Wunsch dennoch eine optische Prüfung nach einem Probe-Trennschnitt durchführen. Auch eine Wiederholung des Einstellungsvorganges ist im Normalfall unnötig. 
Die Dauer des Gesamtprozesses liegt bei etwa einer Minute, ist aber grundsätzlich abhängig von der Stärke der Verschiebung und von der benötigten Präzision – in jedem Fall aber schneller, bequemer und leichter zu wiederholen als eine manuell vorgenommene Einstellung.

Auf Wunsch gehts auch ohne – dennoch mit Vorteilen

Selbstverständlich lässt das neue System nach wie vor die manuelle Einstellung zu. Doch selbst dann spürt man deutliche Verbesserungen: Das installierte Messsystem arbeitet wesentlich präziser. Ab sofort lässt sich in 100stel-Millimeter-Auflösung genau angeben, wie die Sägeblätter verschoben werden sollen – numerisch, per Mausklick oder über den Touchscreen. Visualisiert wird das in der Bediensoftware 'CADmatic 4 PROFESSIONAL' über ein Fadenkreuz.

Überzeugende Idee

Das Neuheiten-Symposium ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Holz-Zentralblattes, der Fachhochschule Rosenheim und der Schuler Business Solutions AG und wurde in diesem Jahr zum 16. Mal im Rahmen der LIGNA am 16. Mai durchgeführt. Fachleute der Holz- und Möbelbranche stellen dabei die wichtigsten Messe-Neuheiten und Trends aus den Bereichen Möbelfertigung und Bauelemente vor. Sie präsentieren Exponate, die eine Neuheit im Sinne der Branche und nicht nur für den betreffenden Aussteller darstellen und seit maximal zwei Jahren auf dem Markt sind, das heißt, auf der letzten LIGNA noch nicht gezeigt wurden. 
Die Neuheiten in einer der drei Rubriken, der "Maschinellen Fertigung", stellte in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Frieder Scholz von der FH Rosenheim vor. 
Zum Abschluss des Neuheiten-Symposiums gaben die Symposiumsteilnehmer ihre Bewertung der Neuheiten ab. Dabei überzeugte die kameragesteuerte Vorritzsägeneinstellung die Teilnehmer und belegte den ersten Platz in der Kategorie "maschinelle Fertigung".

 

 

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