Operativ erfolgreiches Geschäftsjahr 2011

Teilbereich von BÜTFERING wie geplant verkauft | Restrukturierungsaufwendungen führen zu negativem Jahresergebnis | Veränderungen im Vorstand | Positiver Ausblick für 2012/2013

in Mio. EUR

GJ 2011

GJ 2010

Veränderung

Auftragseingang

574,8

541,0

+6,2%

Umsatz

798,7

717,7

+11,3%

Operatives EBITDA

70,5

65,1

+8,2%

Außerordentlicher Aufwand

21,6

4,4

+394,6%

Jahresergebnis (nach Anteilen ohne beherrschenden Einfluss)

‑4,7

6,7

‑170,6%

Die HOMAG Group AG, der weltweit führende Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk, veröffentlichte heute auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart die endgültigen Geschäftszahlen für das Jahr 2011 und bestätigte damit alle bereits publizierten vorläufigen Zahlen.

Dr. Markus Flik, Vorsitzender des Vorstands, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres: „Wir haben uns im vergangenen Geschäftsjahr 2011 besser entwickelt als unterjährig erwartet und gute operative Ergebnisse erreicht. Wir haben 2011 viel bewegt und werden 2012 weiter an der Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen arbeiten. Dazu zählt insbesondere die planmäßig verlaufende Restrukturierung, mit der wir unsere Konzernstruktur optimieren und die Zahl der inländischen Produktionsstandorte von elf auf acht reduzieren wollen“, so Flik. Wie bereits berichtet, konnten sich Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretern auf einen Interessenausgleich und Sozialplan bei den Tochterunternehmen BÜTFERING Schleiftechnik GmbH, Beckum, und TORWEGGE Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Löhne, einigen.

Im Rahmen dieser Restrukturierung konnte die HOMAG Group den Bereich der Metallschleifmaschinen der Tochtergesellschaft BÜTFERING an die LISSMAC Maschinenbau GmbH, Bad Wurzach, verkaufen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Dadurch konnten 17 Arbeitsplätze gesichert werden.

Beim weiteren Ausbau ihrer Position in den Wachstumsmärkten kommt die Unternehmensgruppe durch die Erweiterung des Werks in China und den Werksaufbau in Indien gut voran. Die auf der Leitmesse LIGNA vorgestellten Innovationen wurden hervorragend vom Markt aufgenommen und auch das Großprojekt mit dem russischen Kunden Mekran verläuft planmässig.

Ergebnisse im Geschäftsjahr 2011
Der Auftragseingang stieg 2011 im Konzern um gut 6  Prozent auf 574,8 Mio. Euro (Vj.: 541,0 Mio. Euro). Der Umsatz nahm um gut 11 Prozent auf 798,7 Mio. Euro (Vj.: 717,7 Mio. Euro) zu und der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2011 bei 158,6 Mio. Euro (Vj.: 149,3 Mio. Euro). Das operative EBITDA vor dem Aufwand aus der Mitarbeiterbeteiligung und vor dem außerordentlichen Aufwand (ao. Aufwand) verbesserte sich um gut 8 Prozent auf 70,5 Mio. Euro (Vj.: 65,1 Mio. Euro).

Vor allem aufgrund des Restrukturierungsaufwands in Höhe von 18,9 Mio. Euro für die Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften BÜTFERING, FRIZ und TORWEGGE hat sich das EBT nach Aufwand aus der Mitarbeiterbeteiligung und nach ao. Aufwand auf 6,4 Mio. Euro (Vj.: 14,4 Mio. Euro) verringert. Aus der Restrukturierung sowie der Zinsschrankenproblematik und Verlusten bei einigen Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten, resultiert eine hohe Steueraufwandsquote von 151,7 Prozent (Vj.: 43,9 Prozent). Diese führt zu einem Jahresergebnis nach Anteilen ohne beherrschenden Einfluss von ‑4,7 Mio. Euro (VJ.: 6,7 Mio. Euro). Hieraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie in Höhe von ‑0,30 Euro (Vj.: 0,43 Euro).

Erwartungsgemäß hat sich die Nettobankverschuldung nach dem äußerst niedrigen Stand im Vorjahr zum 31. Dezember 2011 auf 80,9 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 55,8 Mio. Euro) erhöht. Die Eigenkapitalquote bewegt sich mit 29,0 Prozent zum 31. Dezember 2011 durch die gesunkene Bilanzsumme nahezu auf Vorjahresniveau (29,8 Prozent). Durch das gestiegene EBIT vor dem Aufwand aus der Mitarbeiterbeteiligung und vor dem außerordentlichen Aufwand und ein verringertes Capital Employed hat sich der ROCE 2011 weiter verbessert und beläuft sich vor Steuern auf 15,0 Prozent (Vj.: 12,3 Prozent) und nach Steuern (zur Berechnung verwendete Steuerquote in beiden Jahren 30 Prozent) auf 10,5 Prozent (Vj.: 8,6 Prozent). „Durch konsequente Steigerung der Produktivität des eingesetzten Kapitals ist es uns gelungen, trotz Umsatzanstieg das Working Capital zu senken, was eine Steigerung des ROCE ermöglicht hat“, so Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher.

Zum 31. Dezember 2011 waren 5.141 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj.: 5.051 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) bei der HOMAG Group beschäftigt. Um sich auf zukünftiges Wachstum vorzubereiten, wurden die Investitionen erhöht und lagen 2011 (ohne Leasing) bei 33,8 Mio. Euro (Vj.: 23,0  Mio. Euro). Schwerpunkte waren unter anderem der Ausbau der Produktion in China, die neue Montagestätte in Indien sowie die Modernisierung von Anlagen und Maschinen in den deutschen Werken.

Aufgrund des negativen Nachsteuer-Ergebnisses im Geschäftsjahr 2011 werden Vorstand und Aufsichtsrat der HOMAG Group AG der Hauptversammlung am 24. Mai 2012 vorschlagen, keine Dividende für 2011 auszuschütten.

Veränderungen im Vorstand
Der bisherige Vorstand für Produktion und Materialwirtschaft, Herbert Högemann, wird sich auf seine Funktion als Geschäftsführer für das gleiche Ressort bei der HOMAG Holzbearbeitungssysteme GmbH konzentrieren und mit Wirkung zum 30. September 2012 aus dem Vorstand der HOMAG Group ausscheiden. Sein Nachfolger wird Harald Becker-Ehmck (43), der vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März 2012 als Vorstand für das Ressort „Produktion, Materialwirtschaft und Beteiligungen“ zum 1. Juli 2012 berufen wurde. Herr Becker-Ehmck ist Maschinenbauingenieur und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Leitung von Werken und internationalen Produktionsnetzwerken in der Automobilzulieferindustrie, u.a. bei der Dräxlmaier Group, Vilsbiburg, und der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart.

„Mit Herrn Becker-Ehmck konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann für Produktionsprozesse als Vorstandskollegen gewinnen, der die Weiterentwicklung unseres globalen Wertschöpfungsnetzwerks vorantreiben wird, erklärte Dr. Markus Flik, Vorsitzender des Vorstands der HOMAG Group AG. Wir freuen uns darauf, mit Herrn Högemann auch in seiner zukünftigen Funktion eng zusammenzuarbeiten. “

Der bisherige Vorstand Forschung & Entwicklung, Achim Gauß, hat sich entschieden, seinen Ende 2012 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, um sich neuen beruflichen Herausforderungen außerhalb der HOMAG Group zu stellen. Seine Aufgaben werden von den Vorstandsmitgliedern Dr. Markus Flik und Jürgen Köppel übernommen.

„Wir danken Herrn Gauß für die langjährige erfolgreiche Arbeit für die HOMAG Group. Er hat wesentliche Innovationen vorangetrieben und wertvolle Kundenbeziehungen aufgebaut und wir wünschen Ihm alles Gute für seinen weiteren Berufsweg. Wir sind überzeugt, dass der Vorstand in seiner zukünftigen Zusammensetzung sehr gut dafür vorbereitet ist, die Unternehmensgruppe auf dem Weg des profitablen Wachstums weiter voranzubringen“ sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der HOMAG Group AG, Torsten Grede. 

Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 erwartet die HOMAG Group AG beim Auftragseingang in etwa das Niveau von 2011 zu erreichen. Beim Umsatz soll 2012 mit rund 750 Mio. Euro ebenfalls das Niveau von 2011 gehalten werden, unter Herausrechnung des Sondereffekts aus dem Großprojekt Mekran. Auf dieser Basis rechnet die HOMAG Group 2012 mit einem operativen EBITDA (vor Aufwand aus Mitarbeiterbeteiligung und vor ao. Aufwand) in der Größenordnung von rund 65 Mio. Euro. Aufgrund eines deutlich reduzierten ao. Aufwands erwartet der Vorstand in 2012 wieder einen positiven Jahresüberschuss.

„Wir steigern unsere operative Leistung Schritt für Schritt“ betonte Dr. Flik. Dazu gehören nach Aussagen des Vorstands die konsequente Nutzung von Synergien in der Unternehmensgruppe, der Abschluss der Restrukturierung 2012, die Weiterentwicklung der Unternehmensprozesse und die Optimierung des Liquiditätsmanagements. Das Fundament für zukünftiges Wachstum legt die HOMAG Group durch Innovationen und den Ausbau der internationalen Präsenz bei Vertrieb, Service und in der Produktion. Ziel ist, die Marktführerschaft in allen Segmenten auszubauen oder zu erlangen.

Nach Abschluss der Restrukturierung im laufenden Geschäftsjahr soll ab 2013 eine nachhaltige jährliche Verbesserung des operativen EBITDA (vor Aufwand aus Mitarbeiterbeteiligung und vor ao. Aufwand) zwischen sechs und acht Mio. Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 erreicht werden. „2013 rechnen wir dann im Vergleich zum Vorjahr auch wieder mit einem leichten Wachstum im Auftragseingang sowie beim Umsatz und wollen unseren positiven Jahresüberschuss weiter erhöhen“, betonte Dr. Flik.

Mittelfristig will das Unternehmen wieder an die Umsätze der Jahre 2007/2008, in Höhe von rund 850 Mio. Euro, anknüpfen.

 

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