Mitarbeiter im Portrait: Philipp Weeger

Als ausgebildeter Zimmermeister ist Philipp Weeger weltweit bei den Kunden vor Ort und unterstützt den Einsatz der Maschinen mit Schulungen, Produktionsbegleitungen und Datensatzprüfungen.

Erzählen Sie uns etwas über Ihren Werdegang und was Sie zu WEINMANN geführt hat?

Vor knapp 18 Jahren habe ich meine Ausbildung zum Zimmerer gemacht und anschließend als Polier einige Jahre gearbeitet, bevor ich meinen Zimmermeister gemacht habe. Anschließend war ich weltweit drei Jahre im Sonderschalungsbau unterwegs. Dabei habe ich viel in CAD konstruiert und die Projekte dann auch als Richtmeister auf der Baustelle selbst aufgebaut. Der Bereich der CAD-Konstruktion und auch die CNC-Technik hat mich schon immer sehr interessiert. Allerdings wollte ich aus dem Zimmererbereich nie ganz weg. Meine jetzige Tätigkeit bei WEINMANN bietet mir die optimale Verbindung zwischen Zimmermann und Maschinenbau. Inzwischen bin ich seit rund zwei einhalb Jahren bei WEINMANN und sehr viel unterwegs bei unseren Kunden. Für mich ist das super, denn ich bekomme viele Eindrücke von der ganzen Welt, und lerne immer wieder neues dazu.

Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Arbeit und was gefällt Ihnen dabei so gut?

Unsere Aufgaben sind sehr vielseitig, dazu zählen Maschinenschulungen, Produktionsbegleitungen sowie das Prüfen und Vorbereiten von Software und Datensätzen. Wir sind die Schnittstelle zu unseren Kunden und verbinden die Praxis mit der Technik. Insgesamt sind vier Personen bei uns in der Abteilung. Davon sind drei, so wie ich, ausgebildete Zimmermeister. Unser Wissen sowie die Erfahrungen, die wir bei unseren Kunden machen, geben wir an unsere Kollegen im Haus weiter. Dadurch fließen diese in die Weiterentwicklung ein. Ein Highlight ist es für mich jedes Mal, wenn ich bei einem großen Projekt von Anfang bis zum Ende dabei bin und am Schluss sehe, wie alles läuft, wie die Mitarbeiter mit der neuen Technik arbeiten und wie produziert wird. Wenn ich die Baustelle verlasse, möchte ich, dass unser Kunde komplett zufrieden ist. Sowohl mit der Maschine, als auch mit dem hergestellten Produkt und dem gesamten Arbeitsablauf. Das Gesamtpaket muss stimmen, vom CAD bis zum fertigen Haus. Mit ist es wichtig, dass alle Bediener die Maschine beherrschen und sicher und flüssig produzieren können. Dann gehe ich auch mit einem guten Gefühl nach Hause.

Was gefällt Ihnen im Holzbau-Bereich so gut und was ist Ihnen wichtig?

Das Zimmererhandwerk hat eine ganz besondere Tradition, die es auch gilt aufrecht zu erhalten. Wir Zimmerleute sind stolz auf unser Handwerk und zeigen das auch: sei es mit der Zimmererkluft, dem Zimmererklatsch oder anderen Ritualen. Das gibt es in dieser Form in keiner anderen Branche. Zudem sind Zimmerer sehr kreativ und auch flexibel. Auch mit den Maschinen werden immer wieder die unterschiedlichsten Dinge ausprobiert. Da sind auch wir oft überrascht, was den Kunden alles einfällt. Und klassische Verbindungen, die von Hand sehr aufwändig herzustellen sind – wie beispielsweise Schwalbenschwanzzapfen oder Gerberstöße – werden heute wieder viel häufiger eingesetzt, dank modernder Technologien.

In welchen Bereichen haben Sie die größten Berührungspunkte mit HOMAG?

Die HOMAG bietet uns viele Möglichkeiten, sei es im Bereich Schulungen, Entwicklungen oder auch Ersatzteile. Wir haben die Möglichkeit aus einem großen Pool an Weiterbildungsmöglichkeiten zu wählen. Erst kürzlich konnte ich mich zur Elektrofachkraft weiterbilden, was einfach und unkompliziert möglich war. Im Bereich Maschinenbau können wir durch den modularen Aufbau unserer Maschinen und das große Baukastensystem in der HOMAG auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Modulen zugreifen. Und gerade auch bei der Versorgung der Ersatzteile profitieren unsere Kunden. Auf meiner letzten Baustelle wurde eine neue Pumpe benötigt, welche in kürzester Zeit vom Standort Herzebrock auf die Baustelle geliefert wurde. Das ist einfach super, da wir unsere Kunden schnell und flexibel mit Ersatzteilen versorgen können.

Die Rolle von Holz als Baustoff nimmt immer mehr zu. Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?

Der Holzbau ist für die Zukunft sehr positiv aufgestellt, und das nicht nur aufgrund seiner Nachhaltigkeit. Holz ist einfach ein toller Baustoff, denn er ist einfach zu bearbeiten, schön formbar und bietet aufgrund des geringen Eigengewichtes viele Möglichkeiten beim Bauen. Zudem ist er warm und strahlt Behaglichkeit aus, wenn man ein Holzhaus betritt, spürt man das sofort. Auf die Wahl der Materialien wird inzwischen zudem mehr Wert gelegt.

Die Vorfertigung eröffnet dem Holzbau weitere Möglichkeiten und der Trend geht ganz klar vermehrt in diese Richtung. Die Qualität auf der Baustelle erhöht sich und die Montagezeiten werden extrem verkürzt. Zudem bieten die Maschinen einen attraktiven Arbeitsplatz mit moderner Technik für die Mitarbeiter. Dass dieses Thema eine wichtige Rolle spielt, sehe ich bei unseren Kunden immer wieder. Und die Mitarbeiter sind begeistert von den Maschinen und der Technik. Wenn wird das erste Element produzieren und die Mitarbeiter die Geschwindigkeit und Präzision sehen, sind sie begeistert. Das Element wird gleich nachgemessen und häufig höre ich überraschte Aussagen wie „Wow, das passt ja perfekt“. Für uns bei WEINMANN ist es wichtig, dass wir unsere Kunden im gesamten Ablauf unterstützen und begleiten – bis zum fertigen Haus.

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