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In 30 Jahren zum Weltmarktführer aufgestiegen

Die Firma WEINMANN Holzbausystemtechnik in Lonsingen blickt optimistisch in die Zukunft und sucht motivierte Mitarbeiter

Mit vollen Auftragsbüchern beendet WEINMANN Holzbausystemtechnik das Jubiläumsjahr, entsprechend  schwungvoll startet das weltweit agierende Unternehmen auch in sein viertes Jahrzehnt.

1985 als „Garagen-Betrieb“ gegründet,  entwickelte sich das  Unternehmen  WEINMANN in 30 Jahren zum  Weltmarktführer für die Entwicklung und Konstruktion von Anlagen und Maschinen für den  Holzhausbau  – die  Welt  ist  in  Lonsingen zu Gast und die Mitarbeiter schwärmen über die kleine Albgemeinde in alle Kontinente hinaus. Eine  Entwicklung, mit der Geschäftsführer Karl Weinmann bei der Firmengründung nicht gerechnet hat. Der Erfolg basiert aber auf einer wichtigen Strategie des innovativen Unternehmens: „Wir legen sehr viel Wert auf die Entwicklung und sind so immer einen Schritt vor der Konkurrenz“, erklärt Hansbert Ott, seit 1992 Mitgesellschafter und weiterer Geschäftsführer.

130 Mitarbeiter arbeiten am Erfolg der Firma

Dazu bedarf es motivierter und qualifizierter Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Bereichen – ob in der Schulung, der mechanischen Entwicklung oder der Software-Entwicklung, Zimmerer sind bei WEINMANN ebenso beschäftigt wie Sachbearbeiter und ausgebildet wird im eigenen Hause sowieso, auch ein Duales Studium ist möglich. „Gerade sind wir dabei, ein Schulungszentrum im Haus aufzubauen und führen dies als eigene Abteilung“, berichtet Karl Weinmann. 130 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen am Stammsitz in Lonsingen, darunter neun Auszubildende: „Es können durchaus noch mehr sein“, meint Geschäftsführer Karl Weinmann zur derzeitigen Mitarbeiter-Situation. Geboten wird ein attraktiver Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektiven: „Wir sind in einem Wachstums- und nicht in einem Verdrängungsmarkt aktiv“, weiß Hansbert Ott. Gesundes Wohnen mit Holz sei ein zukunftsträchtiges und attraktives Thema.
„Das Bewusstsein der Menschen dafür wächst.“ Und damit auch der Bedarf für Anlagen und Maschinen für den Holzhausbau – in diesem Bereich ist WEINMANN Holzbausystemtechnik Weltmarktführer.
Dabei hat die Geschichte von WEINMANN Holzbausystemtechnik in einem anderen Bereich begonnen. Bis 1989 entwickelte das von Karl Weinmann und seinem Studienfreund Alfred Schlegel gegründete Startup-Unternehmen Maschinen für die Herstellung von Spezial-Holzpaletten und meldete ein erstes eigenes Patent an. Karl Weinmann erinnert sich noch wie heute an die Anfänge in der Blumenstraße in Lonsingen:
„Unsere erste Maschine bauten wir in der Garage zusammen.“
Eine erste Zäsur und eine Umorientierung folgte mit der Verpackungsordnung, als Zielgruppe wählte das Unternehmen den Holzhausbau – unter anderem angeregt durch eine Anfrage von Schwörer Haus im Jahr 1992.
„Dann ging es Schlag auf Schlag, ein Fertighaushersteller nach dem anderen kam auf uns zu“, erinnert sich Karl Weinmann.
Bereits 1997 war das Lonsinger Unternehmen Marktführer in Deutschland und etablierte sich zunehmend auch auf dem europäischen Markt. In dieser Phase trat 1998 die HOMAG Group auf die Maschinenbauer von der Alb zu, mit dem Zugang zu  diesem weltweiten Vertriebsnetz brachte WEINMANN Holzsystembautechnik die  Internationalisierung zügig voran – heute werden die Produkte auf allen fünf  Kontinenten vertrieben, seit 2000 sind die Lonsinger Weltmarktführer für Maschinen und Anlagen im Holz-Hausbau.

In der Krise das Angebot erweitern

Auch  aus  einer zweiten Krise kam das Unternehmen gestärkt hervor: Als 2008 weltweit die Märkte zusammenbrachen, habe man laut Hansbert Ott die Chance genutzt und Maschinen für kleinere und mittlere Handwerksbetriebe konstruiert. „So haben wir einen neuen Kundenstamm gewonnen und uns breit aufgestellt“, blickt er auf die letztlich für das Unternehmen fruchtbare Phase zurück. „Eine  erneute Talfahrt würde uns heute nicht mehr so treffen wie damals.“
Die Arbeitsplätze bei WEINMANN Holzbausystemtechnik sind garantiert, das Unternehmen nutzt einerseits die Möglichkeit, als kleine Einheit agieren zu können und andererseits, als  Mitglied der HOMAG Group, gleichzeitig die Vorteile eines Konzerns nutzen zu können. Ein Umstand den die Kunden beim Besuch des  Firmengebäudes in Lonsingen mit einer Produktionsfläche von knapp 8000 Quadratmetern zu schätzen wissen  – die  Vertrauensbasis sei laut Hansbert Ott sehr wichtig, da  man in diesem Unternehmensbereich eine langfristige Verbindung eingehe.
Ein Wegzug  aus Lonsingen stand trotz des zunehmenden Erfolgs nie zur Diskussion, auch aus  Verpflichtung den Mitarbeitern gegenüber  – zum  Teil sind sie dem Betrieb seit den Anfangszeiten treu, viele  wurden im  Haus ausgebildet. Wichtig ist es den  beiden Geschäftsführern vielmehr, für ein intaktes und kreatives Betriebsklima zu sorgen  – auch baulich gesehen: Büro-  wie  auch Produktionsgebäude ermöglichen einen Blick  auf die Albhochfläche und zum kurzen Innehalten. Das gibt Kraft und Energie für  neue Entwicklungen“, ist sich Hansbert Ott sicher.
„Wir  glauben  an   die   Zukunft und sind gut gerüstet“, meint Karl Weinmann zum Ende des Jubiläumsjahres.
„Wir stellen uns im Unternehmen flexibel auf, können so auf Auftragsschwankungen reagieren ohne Stammarbeitsplätze abbauen zu müssen.“
Doch Einbrüche zeichnen sich nicht ab, die Auftragsbücher  sind  auch für 2016 schon gut gefüllt und das, weil WEINMANN Holzbausystemtechnik laut dessen Gründer Karl Weinmann beides hat: „Weltmarkt und Handwerk.“


Quelle: Südwestpresse, Autorin: Kirsten Oechsner

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