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HOMAG Group investiert in Holzbronn rund 8 Mio. €

Moderner, schneller, vernetzter: Die HOMAG Group erneuert weite Teile der Technik und Infrastruktur am Standort Holzbronn. Die ersten Aktivitäten starteten bereits im Herbst 2016. Die Modernisierungsmaßnahmen sollen bis 2019 abgeschlossen sein. Insgesamt investiert die HOMAG Group rund acht Millionen Euro, um den Standort Holzbronn fit für die Zukunft zu machen.

Die Gemeinde Holzbronn hat durch HOMAG (vormals HOLZMA) weltweite Bekanntheit erlangt – zumindest in der holzverarbeitenden Industrie und im Handwerk. Denn viele Profis aus der Branche kennen den Ort als Heimat der Plattenaufteilsäge. Schließlich werden hier seit Jahrzehnten weltweit führende Zuschnitt-Technologien entwickelt und gebaut. Dabei ist eines in den über fünf Jahrzehnten erfolgreicher Geschäfts­tätigkeit unverändert geblieben: „Wir schauen stets nach vorne, um Herausforderungen für unsere Kunden frühzeitig zu erkennen und unsere Entwicklungs- und Fertigungsprozesse konsequent auf die damit verbundenen Anforderungen abzustimmen“, sagt Walter Visel, langjähriger Geschäftsführer der HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH.

Eckdaten und Fakten

Genau das haben die Verantwortlichen des HOMAG Sägenherstellers auch jetzt wieder getan und Modernisierungsmaßnahmen in erheblichem Umfang beschlossen. Die Fakten: In zwölf aufeinander folgenden Projektabschnitten wird das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren bis 2019 eine Gesamtsumme von rund 8 Millionen Euro investieren. Damit wird das Werk auf den neuesten Stand der Technik gebracht und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Traditionsstandorts Holzbronn nachhaltig gesichert.

Impulse der Erneuerung

Konzeptionell eingebettet sind die Modernisierungsmaßnahmen in die Wachstums- und Optimierungs­strategien der HOMAG Group AG. Diese setzen den Rahmen und geben im Konzert mit weiteren Maßnahmen wichtige Impulse für die Erneuerungsinitiativen am Standort.

Im Einklang stehen die geplanten Modernisierungen zudem mit konzernweiten Projekten wie „ONE HOMAG“ und „TopWerke.de“. Beide Initiativen zielen in Summe auf verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, steigende Profitabilität und Wachstum durch optimierte Produktionsprozesse sowie eine konsequente Kundenorientierung ab. „An einem historisch gewachsenen Standort ist die Realität allerdings oft komplexer als in der Theorie vermutet“, berichtet Florian Kälber, leitender Facility Manager am Standort. „Die ersten Hallen in Holzbronn hat schließlich schon Firmengründer Erwin Jenkner gebaut – vor über 50 Jahren und in persönlicher Wochenendarbeit auf der grünen Wiese.“

Mit dem Unternehmenserfolg kamen im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer neue Hallen dazu. Durch diese „organischen“ Zubauten wird schon die räumliche Aufteilung den aktuellen Anforderungen oft nicht mehr gerecht. „Wir haben in Holzbronn zum Beispiel zwei große Bürotrakte“, erklärt Kälber, „einer liegt ganz im Osten, einer im Westen – dazwischen stehen die Produktionshallen. Für wünschenswert kurze Kommunikationswege in der Verwaltung ist das nicht gerade förderlich.“ Dies wird sich mit den beschlossenen Maßnahmen grundlegend zum Positiven verändern.

Die Pläne der HOMAG Group am Standort Holzbronn auf einen Blick

Im Fokus der Modernisierung stehen folgende Werksbereiche: 

1. Neue Räume für den Kundendialog – modern und gut erreichbar

  • Der Showroom und das Schulungscenter in Holzbronn liegen heute aufgrund der baulichen Gegebenheiten weit auseinander. Das soll sich ändern, damit der Kunde bei Schulungen in Theorie und Praxis von kurzen Wegen profitiert.
  • Aus dem gleichen Grund werden sich gleich neben Showroom und Schulungscenter künftig auch die Zentrale und moderne Besprechungsräume befinden.
  •  Kurz: Die für den Kundendialog benötigten Räume rücken zusammen und liegen dann nicht mehr wie heute weit verstreut, sondern allesamt in unmittelbarer Nähe der Werkseinfahrt.


2. Repräsentative Kantine für Mitarbeiter und Gäste

  • Anstelle der nicht mehr zeitgemäßen Kantine soll ein neuer Ort zum gemeinsamen Essen, Beisammensein und Besprechen entstehen.
  • Die neue Kantine wird ein repräsentativer Ort mit moderner und angenehmer Atmosphäre werden, der auf Gäste, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen einladend wirkt.


3. Komplett erneuerte, zeitgemäße Bürostrukturen 

  • Viele Büros am Standort Holzbronn werden neu eingerichtet – mit Mobiliar und Technik auf dem neuestem Stand.
  • Pate stehen dabei die Strukturen einer offenen, dialogorientierten Arbeitsweise mit flachen Hierarchien. So sollen Teambuilding, kurze Wege, eine verbesserte Kommunikation und der Schnittstellenabbau gefördert werden. Das beginnt schon bei der räumlichen Aufteilung.
  • Ein Beispiel: Product Management und Entwicklungsabteilung sitzen heute weit voneinander entfernt – das eine Team ganz im Osten des Werksgeländes, das andere im Westen. In Zukunft werden die Büros beider Teams unmittelbar nebeneinander liegen.

 
4. Optimierte Fertigung mit hoch effizienten Prozessen 

  • Schon heute wird in Holzbronn hoch effizient gearbeitet. Die Hallen sind sauber, das Material fließt von der einen Seite zur anderen und ist exakt im Produktionsfluss getaktet. Dennoch gibt es Stellen, an denen bauliche Gegebenheiten derzeit noch einen Strich durch die Lean-Production-Rechnung machen.
  • Die Verantwortlichen werden genau diese Stellen angehen, um den Materialfluss weiter zu optimieren, die Durchlaufzeit zu senken und die Ergonomie zu verbessern. Zu diesem Zweck werden Maßnahmen an den Gebäuden selbst und auf einzelnen Produktionsflächen umgesetzt.
  • Beispiel: Bei der Auslieferung werden fertige Plattenausteilsägen heute vom Band zunächst auf ein Transportsystem geladen. Über dieses gelangen sie in die Verladezone, wo sie per Hallenkran auf die LKW gehoben werden. Künftig sollen die Sägen direkt vom Band auf den LKW rollen – ohne Umwege und dafür deutlich ergonomischer.


5. Konsequente Wachstumsausrichtung 

  • Die HOMAG Group setzt konsequent auf Wachstum. Erreichen lässt sich das, wenn die Standorte höchst produktiv fertigen und ihr Know-how in der Entwicklung weiter ausbauen. Denn auf den gleichen Flächen muss immer kostengünstiger und gleichzeitig mehr produziert werden. Nur so wird es gelingen, die Kosten weiter zu senken und am Weltmarkt dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Deshalb konzentrieren sich die Sägenbauer in Holzbronn auf die High-Tech-Fertigung von qualitätsrelevanten Bauteilen und auf ebensolche Prozesse. Einfachere Arbeiten werden dagegen – wo sinnvoll – ausgelagert.
  • Für den Standort bedeutet dies, dass qualifizierte Mitarbeiter und moderne Maschinen benötigt werden. Ein Beispiel: Das Werk wird im Zuge der Standortmodernisierung zwei sehr große,  hochmoderne CNC-Maschinen anschaffen und dafür die alten Großteile-CNC-Bearbeitungsmaschinen entfernen. Stichwort: kostengünstigere Produktion auf gleicher Fläche.
  • Einen vergleichbaren Schritt ist der Standort bereits mit einer erst kürzlich installierten Laserschneidanlage gegangen (wir haben berichtet). Die dafür nötigen Investitionskosten von etwa einer dreiviertel Million Euro sind übrigens nicht Teil des hier genannten Budgets von rund 8 Millionen Euro.

Gute Aussichten

Die genannten Modernisierungen werden sich für das Unternehmen spürbar auszahlen. „Berechnungen zeigen, dass wir unsere Produktivität durch die Maßnahmen signifikant steigern könnten. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ist dies ein riesiger Schritt. Im Mittelpunkt stehen aber nicht allein die Zahlen, ergänzt Visel: „Wir wollen auch eine überdurchschnittlich attraktive Adresse für Kunden sein und qualifizierte Mitarbeiter durch eine rundum überzeugende Arbeitsumgebung halten bzw. gewinnen.“ Mit den geschilderten Vorhaben sollte dies gelingen und der Standort auch in Zukunft die unangefochtene Heimat der Plattenaufteilsägen bleiben.

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