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Hightech für den Holzhausbau

Wer heutzutage Fertighäuser baut, kommt an der Firma WEINMANN aus Lonsingen kaum vorbei.

Seit mehr als 30 Jahren am Markt, entwickelte sich das Unternehmen vom Zwei-Mann-Büro zum Weltmarktführer mit 130 Mitarbeitern. Von Montagetisch, Abbundmaschine und Schmetterlingswender für kleinere Betriebe bis zu Maschinen und Anlagen für die voll-automatisierte Hausbaufertigung reicht die Produktpalette. Durch die Eingliederung in die Schopflocher HOMAG Group baute der Lonsinger Maschinen- und Anlagenbauer seine Marktposition aus. Heute beliefert das Unternehmen Fertighausbauer auf allen Kontinenten mit seinen Produktionsanlagen.

1985 begann Firmengründer Karl WEINMANN mit einem kleinen Konstruktionsbüro im Ort. Ein Patent zum automatischen Abnageln von Sonderpaletten markiert die Unternehmensgründung. Nach der Änderung der Verpackungsverordnung – 1989 – war das Produkt plötzlich nicht mehr gefragt. Das zwang zum Umdenken. WEINMANN setzte auf Handhabungstechnik – branchenunabhängig.

Ein schwäbischer Fertighausbauer kam 1992 auf ihn mit dem Auftrag zu, eine Produktionslinie zum Abnageln von Wänden zu entwickeln. Das Know-how war da: Abnagel- und Handhabungstechnik. „Das war der Einstieg in die Holzhausbranche“, erinnert sich WEINMANN. Mit dem Erfolg kamen Aufträge, ein Gebäude in Dottingen wurde als Zwischenlösung angemietet, das erste Produktionsgebäude in Lonsingen entstand. Die CNC-gesteuerten Anlagen setzten sich schnell am Markt durch und deutsche Fertighaushersteller investierten in die WEINMANN-Technologie.

Mit dem Eintritt in die HOMAG Group, einem global agierenden Firmenverbund mit Schwerpunkt Holzbearbeitungsmaschinen, öffneten sich 1998 die internationalen Märkte.
Jetzt konnten die Lonsinger auf eine weltweit vernetzte Vertriebs- und Service-Organisation zurückgreifen.
2002 wurde WEINMANN Weltmarkführer – und ist es bis heute.

Mittlerweile sind weitere Produktionshallen in Lonsingen entstanden. Konnten die Tüftler von der Alb zur Jahrtausendwende auf 2100 Quadratmeter Produktionsfläche zurückgreifen, sind es heute rund 8000.
Die Alb sehen die Unternehmer nicht als Standortnachteil – im Gegenteil. Man habe durch die Randlage eine gute Infrastruktur und dazu eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Es wird sehr viel Wert auf helle Räume und den Blick nach draußen gelegt.

Die modularen Fertigungssysteme werden individuell geplant und angepasst, erklären die Maschinenbauer – für den größeren Zimmermannsbetrieb mit zehn Häusern im Jahr bis zu Fabriken mit einem Produktionsvolumen von 6000 Häusern.
Dafür verfügt der Branchenprimus über eigene Projekt- und Engineering-Abteilungen.
Der hohe Qualitätsanspruch und die Forderung nach Flexibilität zwingen zur Automatisierung der Produktion. Man habe eine gute Mischung zwischen Mensch und Maschine. „Wir wollen die Menschen nicht vertreiben“, sagt Mitgeschäftsführer Hansbert Ott.

Seit dem Knick in der Finanzkrise 2008 registriert das Unternehmen eine Nachfragewelle. „Wie unsere Kunden, so bewegen auch wir uns in einem Wachstumsmarkt, nicht in einem Verdrängungsmarkt“, so Ott. Der Holzbau habe sowohl in Europa als auch auf der ganzen Welt noch ein großes Potenzial.

Quelle: Reutlinger General-Anzeiger, Ausgabe 16.03.2016

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