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50 Jahre HOLZMA – Wir sind Aufteiltechnik

Seit 50 Jahren steht der Maschinenbauer HOLZMA für Qualität und Präzision im Zuschnitt. Die Erfolgsgeschichte begann 1966 mit Gründung der HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH. Damals waren es technische Neuentwicklungen, die das Unternehmen schnell wachsen ließen. Heute sind es darüber hinaus optimal vernetzte Technologien und Innovationen für hocheffiziente Produktionsprozesse. HOLZMA bietet sie seinen Kunden aus einer Hand an – individuell, flexibel und von Haus aus aufeinander abgestimmt. Möglich wird dies unter anderem durch die Zugehörigkeit zur HOMAG Group. Das alles zeichnet den schwäbischen Sägenhersteller aus, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Firmenjubiläum feiert.

„Wir sind Aufteiltechnik“ lautet das Resümee aus fünf Jahrzehnten HOLZMA. Es ist zugleich das Motto für die Jubiläumsfeierlichkeiten. Denn das Herz des Unternehmens sind die Menschen – von 1966 bis heute waren es Generationen hochqualifizierter Mitarbeiter, die HOLZMA mit ihren Ideen und Fähigkeiten von der „Garagenfirma“ zum Weltmarktführer in der Plattenaufteiltechnik entwickelt haben.

Rund 420 Mitarbeiter sind aktuell allein am Stammsitz in Holzbronn bei Calw beschäftigt. Hinzu kommen die Fachkräfte an weiteren Produktionsstandorten, etwa in Barcelona, Shanghai, Sao Paulo oder im indischen Bangalore. Zusammen sind sie Aufteiltechnik – als Business Unit Plattenaufteiltechnik innerhalb der HOMAG Group, zu der HOLZMA seit 1987 gehört. 

Die Anfänge: voller Mut und Unternehmergeist

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte mit Erwin Jenkner, der HOLZMA als Gründervater mit großer Schaffenskraft, viel Mut und Unternehmergeist lange Zeit geprägt hat. Als er die Marke HOLZMA im Mai 1966 eintragen ließ, war der Name bei Fensterherstellern bereits ein Begriff – nicht für Sägen, wohl aber für Bohr-, Beschlag- und Fräsautomaten zur Herstellung von Verbundfenstern.

Bereits ab Mitte der 50er-Jahre ließ Erwin Jenkner als selbstständiger Handelsvertreter Sondermaschinen nach eigenen Plänen bauen. Die erste Serienmaschine wurde ab 1965 von der Firma Pfluka in Ofterdingen produziert und bereits unter dem Namen HOLZMA verkauft. Für erste internationale Erfolge sorgte die in mehreren 1.000 Exemplaren gebaute Typenreihe 26 – dabei handelte es sich um Bohr- und Montageautomaten für Topfscharniere.

1967 war es dann so weit: Erwin Jenkner startete die eigene Produktion in einer Omnibusgarage und baute mit nur zwei Mitarbeitern die erste Horizontalsäge mit unter Tisch laufendem Sägeaggregat. Das Modell diente überwiegend zum Aufteilen von Massivholz und verfügte bereits über einen hydraulischen Antrieb – Druckbalken und Vorritzsäge fehlten noch.

Der Aufstieg: schneller als der Wettbewerb

Als sich ein steigender Bedarf an Sägen zum Aufteilen von Melamin beschichteten Spanplatten abzeichnete, initiierte Erwin Jenkner den Bau der nächsten Sägengeneration. Verantwortlich für die Neuentwicklung war der Sohn des Firmengründers, Detlef Jenkner, der zu dieser Zeit sein Maschinenbaustudium in Konstanz absolvierte und parallel dazu die Konstruktionsaufgaben übernahm. Offiziell trat er 1969 in das Unternehmen ein, dessen Mitarbeiterzahl sich dadurch auf sechs erhöhte. 1970 wurde dann die erste Plattenaufteilsäge mit Druckbalken und elektronischer Steuerung des Breitenanschlags ausgeliefert. Von da an stattete HOLZMA sämtliche Sägen mit Vorritzsägeaggregat aus – horizontal und vertikal von außen einstellbar.

Das Unternehmen wuchs immer schneller. In der Garage wurde es zu eng. Die Inhaber beschlossen daher, ein Grundstück im nahen Holzbronn zu erwerben und dort den neuen Firmensitz zu errichten – in Eigenleistung und nur an Samstagen, denn unter der Woche kümmerte man sich um den Verkauf der Sägen. Nach über einjähriger Bauzeit zog das Unternehmen 1971 von Gechingen nach Holzbronn. Acht Mitarbeiter bauten hier auf zunächst 1.500 m² Plattenaufteilsägen für den Weltmarkt. Zum Vergleich: Heute erstreckt sich die Produktion in Holzbronn auf rund 30.000 m² Hallenfläche!

Die Internationalisierung: in großen Schritten

Noch im Jahr des Umzugs lieferte HOLZMA die erste Anlage zum Aufteilen von Streifen nach England. Sie verfügte bereits über eine vollautomatische Abstapelung der Schnittpakete. Ein Jahr später kam der erste Auftrag für eine Winkelanlage. Die Bestellung lautete kurz und knapp: „Fully automatic angular system, 2.500 x 1.250 mm, as discussed … 476.000,00 DM“.

Das Unternehmen erzielte nun jährliche Wachstumsraten zwischen 10 und 30 Prozent. Der Exportanteil kletterte auf bis zu 90 Prozent, und schon Mitte der 70er-Jahre belieferte HOLZMA Kunden in Australien, Nordamerika und Fernost. Als Ende der 70er-Jahre in Nordamerika der Verbrauch von Span- und MDF-Platten stark anstieg, entschloss sich HOLZMA, inzwischen auf 130 Mitarbeiter angewachsen, zum großen Schritt über den Atlantik. Dafür wurde 1981 die HOLZMA U.S., Sales und Service, in Gastonia, North Carolina, gegründet. So entwickelten sich die USA für HOLZMA zum stärksten Exportmarkt. HOLZMA lieferte hier schon bald mehr Maschinen aus als im Heimatmarkt.

Heute gibt es die eigenständige Firma HOLZMA US nicht mehr. Sie wurde zunächst vom bekannten Handelsunternehmen Stiles Machinery übernommen, das seit 2015 ebenfalls zur HOMAG Group gehört.

In der HOMAG Group: als Weltmarktführer etabliert

1986 suchte die heutige HOMAG Group AG nach einem Spezialisten für horizontale Plattenaufteilsägen. HOLZMA nahm diese Chance auf weiteres Wachstum wahr und trat 1987 mit 220 Mitarbeitern der HOMAG Group bei. Diese hielt zunächst 51 Prozent der Gesellschaftsanteile, heute sind es 100 Prozent.

Knapp drei Jahre nach dem Eintritt in die HOMAG Group hatte HOLZMA seine Mitarbeiterzahl nahezu verdoppelt und sich als weltweiter Marktführer für Plattenaufteilsägen etabliert. Diese Position behauptet die Marke HOLZMA bis heute und baut ihre globale Präsenz stetig weiter aus – zusammen mit der HOMAG Group im branchenweit größten Vertriebs- und Servicenetz, aber vor allem durch ein überzeugendes und breites Portfolio an Hightech-Lösungen rund um den Zuschnitt.

Das Portfolio heute: Lösungen von S bis XXL

Zum Aufteilen von plattenförmigen Holz-, Kunststoff- und diversen anderen Materialien können Kunden bei HOLZMA seit 50 Jahren aus einem Sägen- und Lösungsportfolio wählen, das die Anforderungen in Handwerk und Industrie punktgenau erfüllt. Dafür sorgt heute über alle Baureihen hinweg ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Maschinenkonfiguration. Ganz gleich, ob der Kunde eine Einstiegssäge aus der Baureihe 1 oder 2 wählt, einen HOLZMA Klassiker aus den Baureihen 3 und 4 oder im industriellen Maßstab in Modelle der Baureihen 5 oder 6 investiert: Er profitiert immer von einer technisch erstklassigen Grundmaschine mit großen individuellen Ausbaumöglichkeiten dank bedarfsgerechter Zusatzausstattungen.

Als Weltmarktführer in der horizontalen Plattenaufteiltechnik denkt HOLZMA weit über den Zuschnitt hinaus. Denn eine moderne Produktion erfordert effizient fließende, ergonomische Prozesse vom Lager über die Säge bis zum fertigen Produkt. Der Schlüssel zum Erfolg ist in Zeiten der Digitalisierung mehr und mehr die Software. Die Schwaben haben das früh erkannt und bieten mit der Maschinensteuerung CADmatic und der HOLZMA Optimierungssoftware Schnitt Profi(t) heute zwei der wichtigsten Softwarelösungen für den Zuschnitt plattenförmiger Holz- und Kunststoffmaterialien an. Komplettiert wird das Lösungsspektrum durch bedarfsgerechte Handling-Systeme und eine immer intelligentere Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Maschinen.

Davon profitieren HOLZMA Kunden heute mehr denn je – zum Beispiel, indem sie mit automatischen Säge-Lager-Kombinationen aus der HOMAG Group arbeiten oder in vollverkette Anlagen investieren. In jedem Fall investieren sie hier in leistungsstarke Gesamtlösungen, die von Haus aus präzise aufeinander abgestimmt sind und sich nach dem Motto „Wachsen mit der HOMAG Group“ modular erweitern lassen.

Die Zukunft: gestaltet HOLZMA mit immer neuen Ideen

Der Erfindergeist ist in den HOLZMA Werkshallen von Anfang an zu Hause und die Grundlage allen Erfolgs. Davon zeugen die unzähligen Erfindungen des Unternehmensgründers und aller nachfolgenden Generationen. Ausgewählte Patente und Erfindungen im Schnelldurchlauf: Ein früher Meilenstein war die Einführung von Spannzangen am Programmschieber durch Erwin Jenkner. Diese technische Neuerung machte das sichere Positionieren der Plattenpakete und damit das maßgenaue Aufteilen von dünnem und welligem Material überhaupt erst möglich. Heute sind Spannzangen in der Plattenaufteiltechnik weltweit Standard.

Erwin Jenkner war darüber hinaus auch der „Vater“ der quadratischen Plattenaufteilsäge (Schnittlänge = Schnittbreite). Der Vorteil: Diese Ausführung des hinteren Maschinentischs ermöglichte in Verbindung mit Spannzangen und einer hohen Geschwindigkeit des Programmschiebers die echte Ein-Mann-Bedienung einer Druckbalkensäge. Das Konzept wurde vom Wettbewerb zunächst unterschätzt, hat sich in der Folge aber weltweit etabliert. Technisch neue Maßstäbe setzte auch ein weiteres internationales Patent des Firmengründers. Es betraf die ebenso einfache wie geniale Aufhängung der Maschinenträger in den beiden Rahmenfüßen. Bis zum Auslaufen des Patents gab es regelmäßig rechtswidrige Kopierversuche. Heute ist das Konstruktionsprinzip globaler Standard.

Technikinnovationen von dieser Güte und Durchsetzungskraft entstehen nicht aus Zufall. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer inneren Haltung, die bei HOLZMA seit fünf Jahrzehnten kulturell verankert ist. Offenheit, Neugier und die Bereitschaft zu einem intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch mit den Kunden sind für diese Haltung kennzeichnend. In der Praxis bedeutet dies: Die Experten von HOLZMA beobachten Trends sehr intensiv und hören den Kunden und erfahrenen Praktikern genau zu, um schneller als andere handeln zu können und frühzeitig die passenden Technologien für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden 65 HOLZMA Patente erteilt. Dabei folgt die Summe der Innovationen einem klar definierten Ziel: Im Sinne des Kunden geht es stets um noch mehr Fertigungsqualität, Flexibilität und Effizienz in der Produktion. Der Weg dahin führt über Automatisierung, vernetzte Maschinen und frei fließende Prozesse – und zwar vom Lager über das Büro bis hin zum Zuschnitt und zu allen weiteren Bearbeitungsstationen. 

Ein Beispiel dafür ist die neue HPS 320 flexTec – eine Anlage, mit der HOLZMA den Zuschnitt in der Losgröße-1-Fertigung revolutioniert. Die Aufteilzelle ist speziell für das Bearbeiten von Einzelplatten ausgelegt und definiert den Teilefluss völlig neu. Dafür sorgen vollautomatisierte Abläufe und Nachschnitte ohne Limit. Ungeahnte Möglichkeiten eröffnet seit kurzem auch die HOLZMA HPP 300 multiTec. Mit dieser Neuentwicklung erledigen Kunden gleich drei Bearbeitungsschritte auf einer Maschine: Sägen, Bohren und Fräsen. So entstehen montagefertige Elemente – zum Beispiel für den Fassaden- und Trennwandbau oder für die Herstellung von Betonverschalungen.

Hinzu kommen diverse weitere Innovationen – etwa die neue HOLZMA dustEx-Technologie für eine deutlich verbesserte Absaugung oder intelligente Zusatzlösungen wie das Bediener-Assistenz-System, das den Sägen-Bediener künftig noch intuitiver und sicherer durch einzelne Bearbeitungsschritte führt. Genau hier liegt nach Einschätzung von HOLZMA noch viel Potenzial, das es in Zukunft verstärkt zu nutzen gilt, um die Effizienz und Produktivität im Handwerk wie in der Industrie spürbar weiter zu erhöhen.

Das Team: „Wir sind Aufteiltechnik“

Hinter einer guten Idee stecken bekanntlich kluge Köpfe. Bei HOLZMA sind es täglich viele gute Ideen, entwickelt in einem einzigartigen Team. Denn hier arbeiten Berufsanfänger mit sehr erfahrenen, hochqualifizierten Mitarbeitern zusammen. Nicht wenige sind schon seit Jahrzehnten für HOLZMA tätig. Hinzu kommen immer wieder Fachleute von außen und geben neue Impulse ins Team. Ob Nachwuchskraft oder Routinier: Jeder bringt seine Erfahrungen mit, sein Fachwissen und oftmals sehr spezifisches Know-how.

Beispiel Ausbildung: Zu den rund 420 Beschäftigten am Standort Holzbronn gehören regelmäßig etwa 40 Auszubildende und DH-Studierende. Aktuell liegt die Ausbildungsquote bei knapp 10 Prozent. Damit zählt das Unternehmen nicht nur zu den größten Lehrbetrieben der Region, es ist auch einer der besten – dies belegt die IHK-Auszeichnung „1A-Ausbildungsbetrieb“.

HOLZMA investiert also viel in die Ausbildung und damit in die eigene Zukunft. Ziel des Unternehmens ist es, möglichst viele Nachwuchskräfte nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss zu übernehmen und sich so schon heute die dringend benötigten Fachkräfte von morgen zu sichern. Der Weg in die Zukunft ist damit geebnet. Das Team geht ihn unter dem Motto „Wir sind Aufteiltechnik“ und freut sich schon jetzt auf die Herausforderungen von morgen.

 

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