01.06.2012

WEINMANN + HARTL HAUS = Qualität setzt sich durch

Holzbauweise mit maximalem Vorfertigungsgrad, hergestellt in einem hochmodernen Fertigungswerk.

Ein Haus baut man meist nur einmal im Leben und dann sollte auch alles perfekt sein. Endlich zuhause sein, sich wohlfühlen und ein eigenes Reich ganz nach dem persönlichen Geschmack zu erhalten – dies sind sicher die Wünsche eines jeden, der in ein Eigenheim investiert. Mit HARTL HAUS hat der Kunde hier beste Karten, denn persönliche Ansprüche und die Erfüllung individueller Wünsche stehen bei jedem einzelnen Haus im Vordergrund. Keines ist wie das andere und dies bei einer Bauzeit in High-Speed! Angesichts des Anspruchs auf soviel Flexibilität und Schnelligkeit hat sich HARTL HAUS für eine Fertigung auf neuestem technologischen Standard entschieden und in eine hochmoderne WEINMANN Fertigungsanlage investiert.

Es begann im Jahre 1897

Als ältester Fertighausproduzent Österreichs hat die HARTL HAUS Holzindustriegesellschaft m.b.H. eine eindrucksvolle Entwicklung hinter sich. Gegründet als kleiner Zimmereibetrieb im Jahr 1897 von Wenzel Hartl im niederösterreichischen Echsenbach, beschäftigt das Unternehmen heute rund 280 Mitarbeiter auf einem Werksgelände von insgesamt über 100.000 m². Fast 14.500 m² entfallen auf Produktionshallen - davon werden über 7.000 m² für den Fertighausbau genutzt. Pro Jahr entstehen hier rund 220 Fertighäuser, von denen ca. 80% in Österreich, Deutschland und der Schweiz, sowie 20% in Italien und Osteuropa ihre Käufer finden.

Mit der WEINMANN Anlage entstehen Unikate:

Kein Haus gleicht dem anderen. Die Wand- und Dachelemente für die überwiegend individuellen Einfamilienhäuser werden ausnahmslos auf WEINMANN Maschinen gefertigt. Im Jahr 2010 investierte HARTL HAUS in eine komplett neue Anlage, um auf höchstem technologischen Standard fertigen zu können. Die Häuser sind Unikate und stehen nicht nur für höchste Qualität, sondern auch für traditionelle und bewährte Handwerksarbeit, kombiniert mit fortschrittlichster Technik.

Auf einer Wellenlänge: WEINMANN Holzbausytemtechnik und HARTL HAUS

„Damals wurde unsere bereits 15 Jahre alte Anlage unseren Ansprüchen – vor allem was die Qualität betrifft – nicht mehr gerecht. So entschieden wir, unsere Produktion mit einer Fertigungsstraße auf neuestem technologischen Standard auszustatten.“, erklärt Roland Suter, einer der beiden HARTL HAUS Geschäftsführer. „Im Vorfeld dieser Investition machten wir uns also auf die Suche nach einem Partner, der die hohen Qualitätsstandards, die wir uns gesetzt hatte, erfüllen konnte und der über genügend Erfahrung im Holzhausbau verfügte. Außerdem war es wichtig, daß dieser Maschinenhersteller im Bedarfsfall schnell greifbar war. Genau diese Anforderungen wurden von WEINMANN in hohem Maße erfüllt. Unsere Wünsche wurden von Beginn an ernst genommen und bereits nach kurzer Zeit hatte sich ein vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis zwischen unseren beiden Unternehmen aufgebaut. Für WEINMANN ist die Produktqualität der eigenen Maschinen ebenso wichtig wie die Qualität des Endprodukts beim Kunden. Wir setzen auf die gleichen Schlüsselfaktoren und das überzeugte uns von Anfang an“, ergänzt Peter Suter.

Der Wohntraum beginnt mit vier Wänden und einem Dach

Sowohl Wände als auch die Dächer und Decken der Fertighäuser werden von HARTL HAUS komplett mit WEINMANN Maschinen gefertigt. In einer kurzen Bauzeit von nur drei bis vier Monaten (ab Montagebeginn) ist das Traumhaus schlüsselfertig. Bei der Wandfertigung kommt im ersten Schritt die Riegelwerkstation WEM 150 zum Einsatz. Hier ist die teilautomatische Fertigung von kompletten Riegelwerken Standard. Nach dem Zuführen und Auflegen von Gurten, Stielen und Brüstungshölzern erfolgt deren automatisches Ausrichten und Abnageln. Verschiedene Nagelbilder sind frei programmierbar. Außerdem verfügt die Maschine über einen praktischen Zufuhrrollengang für Ober- und Untergurt. Nach dem anschließenden Längstransport auf einen WEINMANN WTW Montagetisch wird die Dampfsperre aufgebracht und es erfolgt die Beplankung (Fermacell), die mit Hilfe des Handlingssystems WHM 100 aufgelegt und an den Stößen verklebt wird. Der Kleberauftrag geschieht mittels einer Leimauftragseinheit. Diese Einheit ermöglicht eine genaue Dosierung der Klebstoffmenge. Anschließend kommt die Multifunktionsbrücke WMS 120 zum Einsatz, die das Befestigen und Bearbeiten der Beplankungen von Wand-, Dach- und Deckenelementen erledigt. Ist dieser Schritt beendet, kann bereits mit dem Einbau der Hohlwand-Dosen (Steckdosen) begonnen werden. Nach der Wendung des Werkstücks folgen die Einbringung der Leerverrohrung und der Dämmung, sowie das Auflegen der Beplankung mittels eines Handlingsystems WHM. Nun landet das Werkstück nach einem weiteren Längstransport auf einem WTW. Auf diesem Montagetisch werden die Platten aufgelegt, verklebt und anschließend mit der Multifunktionsbrücke abgeklammert und bearbeitet. Anschließend muss noch ein Vollwärmeschutz aufgebracht und mit der WMS 120 bearbeitet werden. Für Sonder- und Giebelelemente existiert ein fest installierter Giebeltisch, von dem aus die Wände auf eine Wandspur gestellt und ins Wandlager ausgeschleust werden können, wo sie bis zur endgültigen Verladung kommissioniert werden.

Dach- und Deckenfertigung

Mit dem WEINMANN Montagetisch WTD 170 fertigt HARTL HAUS winkel- und maßgenaue Dach- und Deckenelemente mit CNC gesteuerten, vollautomatisch positionierbaren Spanneinheiten zum Erstellen des Riegelwerks. Danach erfolgt die Bearbeitung mit der Multifunktionsbrücke WMS 150. Diese Brücke ist zusätzlich mit dem LATTEC SYSTEM zum positionsgenauen, automatischen Auflegen und Befestigen von Latten und Brettern aus einem Lattenmagazin ausgestattet. Gewendet wird das Element auf einem WTW Montagetisch; ebenso werden Dämmung und Installationen hier eingebracht. Anschließend erfolgt das Aufbringen der Beplankung und das Abnageln mit der WMS 150. Nach einem Längstransport auf einen Puffertisch kann das fertige Element bereits verladen werden.

Marktentwicklung

„Momentan sehr gefragt sind kubische Bauten und auch Bungalows, die hauptsächlich bei älteren Bauherren begehrt sind. Der Trend geht klar zu wartungsarmen Baumaterialien und ganz besondere Brisanz birgt natürlich das Thema „Energieeffizienz“. Das neue HARTL HAUS Musterhaus produziert soviel Energie, wie es verbraucht!“ gibt Roland Suter bereitwillig Auskunft, als wir ihn nach seiner Markteinschätzung fragen.

Spürbare Auswirkungen in Sachen Flexibilität und Effizienz

Der Holzumsatz bei HARTL HAUS konnte seit Inbetriebnahme der Maschine um ca. 50 m² pro Tag gesteigert werden. Die Innenschalen der Passivhäuser können nun vorgefertigt werden und die Bearbeitung von höheren Rahmenstärken ist problemlos möglich. Für die Produktion werden zwischen vier und sechs Mitarbeiter weniger benötigt, die flexibel in anderen Bereichen eingesetzt werden können. Insgesamt konnte die Produktivität durch die schnelle Anlage um rund 15% gesteigert werden!

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