01.07.2015   |   Deutschland

Sie erledigt alles auf einmal! Treppenbau bei Weberhaus

1000 Treppen im Jahr baut Weberhaus in Rheinau bei Kehl. Die alte CNC überließ den Kollegen das Kantenbearbeiten an den Stufen sowie das Profilieren. Die neue, die BMG 512 profiLine von HOMAG, erledigt jetzt alles auf einmal

Ein Artikel des Fachmagazins DDS, Ausgabe 08/2015.  Hier lesen Sie den Artikel auf DDS-Online.

Günter Härrer wählt am Touchscreen seiner gerade mal ein Jahr alten BMG 512 profiLine von HOMAG das Programm für den nächsten Handlauf. Heute stehen wie üblich fünf Treppen in zwei Schichten an.

Weberhaus beschäftigt an zwei Standorten über 1.000 Mitarbeiter und fertigt unter anderem mit Maschinen der HOMAG Tochter WEINMANN jährlich etwa 800 Wohnhäuser mit 1.000 Treppen. Günter Härrer fertigt nicht eine Treppe nach der anderen, sondern zunächst die Wangen, dann die Handläufe, die Pfosten und schließlich die Stufen. Damit spart er Rüstzeit, weil zwischen diesen Arbeitsgängen die Spannelemente auszuwechseln oder zu versetzen sind. Vom Fräsen der letzten Wange sind noch die Sauger auf den Traversen montiert. Alle Traversen bewegen sich nach rechts oder links außen, die mit Saugern bestückten Montageplattformen nach vorne, sodass er die Sauger bequem entnehmen kann. Er quittiert diesen Arbeitsgang und schon begeben sich alle Montageplattformen, die mit den powerClamp-Spannelementen für die Handläufe zu bestücken sind, nach vorne in seine Reichweite. Pro Traverse sind das immer zwei Elemente, damit die Maschine nachdem sie die eine Seite gefräst und profiliert hatte, den Handlauf umspannen und auf der gegenüberliegenden Seite bearbeiten kann. Vor dem Auflegen des Handlaufrohlings fahren die Spannelemente auf Position. Ein Laserprojektor hilft beim Positionieren. Nach den Handläufen folgt das Pfostenprogramm, für das es eigene schraubstockartige Spanner gibt. Die Pfosten sind von mehreren Seiten zu bearbeiten und dafür immer wieder um 90° zu drehen. Die Wangen fräst Günter Härrer auf den normalen Saugern.

Als letztes macht sich Günter Härrer an die Stufen und richtet die Maschine für den Pendelbetrieb ein. Während die Maschine auf der einen Seite ein Stufenpaar bearbeitet, entnimmt er ein frisch gefrästes Paar und legt einen Rohling für das nächste Paar auf. Das nach vorne herauskragende Fahrportal ist zum Schutz der Mitarbeiter mit Sicherheitsbumpern ausgestattet. Mit einem Sägeaggregat schneidet die Maschine diagonal durch den rechteckigen Rohling und fährt beide Hälften soweit auseinander, dass die Vier- oder Fünfachsspindel die Stufen ringsherum fräsen und profilieren kann. Das Tastsystem sensoFlex tastet das Werkstück mit einem das Werkzeug umschließenden Ring ab und meldet Maßabweichungen an die Steuerung, die die Fräsbahn elektronisch korrigiert.

Die Vorgängermaschine war in die Jahre gekommen, hatte keine Säge und keine Tastvorrichtung. Mit einem Schaftfräser konnte sie zwar die Stufen trennen, jedoch war der Verfahrmechanismus für die Weiterbearbeitung zu ungenau. Die Kantenbearbeitung der Stufen und das Profilieren mussten andere Maschinen übernehmen. Klaus Armbruster, Leiter der Treppenfertigung mit 17 Mitarbeitern freut sich, dass das Profilieren und Kantenbearbeiten nun mit auf der CNC laufen und nicht auf separaten Maschinen. 

Foto: Fachmagazin DDS / Georg Molinski

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Weberhaus GmbH & Co. KG

Weberhaus beschäftigt an zwei Standorten 1000 Mitarbeiter und fertigt unter anderem mit Maschinen der HOMAG Tochter WEINMANN jährlich 800 Wohnhäuser mit 1000 Treppen.

www.weberhaus.de

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