30.10.2018   |   Herzebrock-Clarholz   |   Deutschland

Räumliche Nähe und enge Partnerschaft: HOMAG und Disselkamp

Disselkamps Produktion von hochwertigen Furniermöbeln profitiert vom internem Know-How der langjährigen, engen Partnerschaft mit HOMAG.

Eine Maschine muss für mich möglichst viele Teile, in bester Qualität, in möglichst kurzer Zeit produzieren können.

Claus Disselkamp, C. Disselkamp Schlafraumsyteme GmbH

Ein Artikel des Furniermagazins | Fotos: Furniermagazin

Die Erfolgsgeschichte  der C. Disselkamp Schlafraumsysteme GmbH aus Herzebrock-Clarholz zeigt, dass qualitativ hochwertige Furniermöbel nach wie vor sehr gefragt sind. Das Unternehmen setzt seit vielen Jahrzehnten auf Furnier als Oberfläche, da dieses Produkt laut Claus Disselkamp „eine Natürlichkeit ausstrahlt, die eine Nachbildung in Form von HPL oder Ähnlichem niemals erreichen kann. Und dabei ist es nur geringfügig teurer als Folie."

Der ursprüngliche Standort direkt an der Bahnlinie war laut Claus Disselkamp extrem wichtig für die Entwicklung des Unternehmens. Sie war die Verbindung zu den Geschäftspartnern v. a. im Ruhrgebiet und ließ das Unternehmen kontinuierlich wachsen. Um den gestiegenen Platzanforderungen gerecht zu werden, zog man 1972 an den heutigen Standort in der Dieselstraße um. Auch hier wird stetig erweitert, die neueste Halle wurde erst vor 3 Jahren errichtet.

150 sehr engagierte Mitarbeiter produzieren heute hochwertige Schlafraummöbel, überwiegend furniert und zum Teil in Massivholz. Kernbuche, Eiche, Birke und Nussbaum sind die bevorzugten Holzarten. Aber auch Lack-Weiß und Hochglanzlacke sind lieferbar. Darüber hinaus bietet das Schranksystem-Programm eine sehr große Vielfalt an Einzelkomponenten, die individuell kombinierbar sind und so die verschiedensten Ansprüche der Kunden erfüllt. Verkauft werden die Möbel hauptsächlich in Deutschland und Österreich. Der Exportanteil liegt bei etwa 20%. Bei Disselkamp entstehen ebenfalls Möbel für Marken wie Mustering, Schöner Wohnen, Inter Living und Mondo.

HOMAG Technologie gut vertreten - langjährige Partner

Um eine sorgfältige Verarbeitung und die einwandfreie Qualität seiner Produkte sicherzustellen, furniert Disselkamp die zu verarbeitenden Rohplatten selbst. Dabei greift er auf einen technologisch sehr gut ausgestatteten Maschinenpark zurück. ,,Eine Maschine muss für mich möglichst viele Teile, in bester Qualität, in möglichst kurzer Zeit produzieren können" so Claus Disselkamp. Innovative Lösungen für ihre hohen Ansprüche zu finden, ist seit jeher ein wichtiger Ansporn der Familie Disselkamp. So tüftelte seinerzeit Conrad Disselkamp, der Vater von Claus Disselkamp, gemeinsam mit Eugen Hornberger, dem Mitbegründer der Firma HOMAG, an der ersten Kantenanleimmaschine der HOMAG, bis sie seinen anspruchsvollen Anforderungen entsprach.

Aus dieser erfolgreichen Zusammenarbeit erwuchs eine enge Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen, die bis heute anhält. So ist Maschinentechnik der Marke HOMAG in den Produktionshallen von Disselkamp stark vertreten, darunter u. a. eine Plattenaufteilsäge, eine doppelseitige Format- und Kantenanleimmaschine mit doppelseitiger Beschickung sowie mehrere Durchlaufbohrmaschinen und ein CNC-Bearbeitungszentrum für spezielle Bearbeitungen, z.B. für Kommoden. Bei einem Rundgang durch die Fertigungshallen ist schnell erkennbar, wie nah Claus Disselkamp, der ursprünglich selbst Tischler gelernt hat, am Geschehen ist. Er kennt jeden Produktionsschritt, jede Maschine, jeden Mitarbeiter persönlich. "Der Mitarbeiter vor Ort weiß am besten, was eine Maschine können muss."

Beste Technik für beste Produktqualität

So besprach er sich auch im Fall der Durchlaufbohrmaschine DRILLTEQ C-800 (BST 800), die vor zwei Jahren angeschafft wurde, im Vorfeld mit seinen Mitarbeitern bezüglich der Anforderungen der Maschine. "Die mussten wir haben", so der jetzige Maschinenbediener begeistert. "Die bisher vorhandene Maschine war eine klassische Bohrlinie der HOMAG, die etwa 40 Minuten zum Umrüsten in ein anderes Bohrbild benötigte, da dies manuell vorgenommen werden musste. Jetzt brauchen wir durch die Vollautomatisierung nur etwa 7 Sekunden zum Umrüsten!" Die Bearbeitungszeit pro Werkstück beträgt dabei vom größten zum kleinsten Teil etwa 7 bis 9 Sekunden.

Räumliche Nähe zur HOMAG

Disselkamp legt großen Wert auf die Nähe zu den Herstellern seiner Maschinen. Alle wichtigen Maschinen kommen aus einem Umkreis von 25 km. Deshalb kommt es sehr gelegen, dass sich das HOMAG Group Competence Center (Service, Training und Ersatzteile) und auch die HOMAG Bohrsysteme GmbH in der direkten Nachbarschaft befinden. ,,Die Nähe ist unschlagbar" erklärt Claus Disselkamp.

Außerdem schätzt er die ausgereifte Technologie der HOMAG Maschinen. Er möchte die beste Technik, um beste Qualität seiner Erzeugnisse zu gewährleisten. Die Produktion ist klar strukturiert und durchdacht. Schon beim Wareneingang werden alle Teile mit einem Barcode versehen. So kann zu jeder Zeit festgestellt werden, wo sich das Werkstück gerade befindet. Ob für das Furnieren, Zuschneiden, Kantenanleimen, Bohren oder Lackieren Disselkamp setzt auf innovative Technologien und hohe Automatisierung. Die verpackten Möbelteile werden auftragsweise auf Paletten gepackt Auch hier stellt das Einscannen des Barcodes sicher, dass alle Teile entsprechend des Auftrages richtig zu sortiert wurden, bevor die fertigen Sendungen per Spedition rausgehen. Pro Tag werden ca. 100 Schlafzimmer hergestellt, von denen jedes bereits verkauft ist.

Die Endmontage der Schlafraummöbel erfolgt durch den ausliefernden Händler bzw. das Möbelhaus oder dem Endkunden selbst Dank der hochwertigen Materialien und sorgfältigen Verarbeitung überstehen die von Disselkamp produzierten Schlafraummöbel problemlos mehrere Umzüge und bleiben dabei optisch und funktional in einem einwandfreien Zustand.

Neben dem hohen Qualitätsanspruch trägt auch die hohe Kundenorientierung zum mehr als 165-jährigen Erfolg der Firma Disselkamp bei. Dabei wird nicht jeder Trend mitgemacht, sondern großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt „Wir sind draußen und schauen, was der Kunde möchte" lautet Claus Disselkamps Antwort auf die Frage, woher die Ideen für neue Produkte kommen.

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Disselkamp

Das traditionsreiche Familienunternehmen wurde 1850 vom Tischlermeister Henrikus Ernestius Disselkamp im ostwestfälischen Herzebrock gegründet Zunächst eine Tischlerei zur Möbelherstellung und im Innenausbau tätig, entwickelte sich im Laufe der Zeit die Herstellung von Schlafraummöbeln aus Massivholz oder furniert zum Kerngeschäft. Seit den 1920er Jahren konzentriert sich das Unternehmen auf diese Produktsparte. Heute führen Claus und Dr. Christine Disselkamp die Geschäfte erfolgreich in sechster Generation.

www.disselkamp.de

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