01.07.2009   |   Schweiz

"Pfeifengerade" durch Kunststoffplatten sägen

Bei der Amsler & Frey AG erledigt dies die HOLZMA Kunststoffsäge HPP 570 P.

Das seit über 40 Jahren bestehende Unternehmen handelt mit hochwertigen zerspanten Kunststoffprodukten und Kunststoff-Halbzeugen – und sichert sich so seinen Platz in der ersten Liga zerspanender Unternehmen aus der Schweiz.

"Wir legen besonderen Wert auf Qualität, Präzision und Termintreue", berichtet Betriebsleiter Thomas Gloor und erklärt auch gleich, warum: "Wir stellen meist sehr komplizierte Teile in kleineren Losgrößen her und werden in der Regel mit sehr kurzen Lieferzeiten konfrontiert." Erfahrene Mitarbeiter und eine tiefgehende Beratungsleistung sind für den Prokuristen daher entscheidender Erfolgsfaktor: "Gerne geben wir Tipps zur Materialwahl – gerade im Hinblick auf mögliche Toleranzen und Beständigkeit ist dies nämlich sehr wichtig. Auf Wunsch sind wir schon bei der Konzeption und der Konstruktion der Teile mit im Boot." Die Kunden wissen diese Leistungen zu schätzen. So hat Amsler & Frey AG seit Jahrzehnten eine führende Position im Markt.

4.000 Halbzeuge liegen im Lager – bereit für einen Versand innerhalb von 24 Stunden. Alle zu bearbeitenden Teile verlassen das Haus nach etwa zwei bis drei Wochen, je nach Art und Umfang des Auftrages. Produziert werden Produkte für den Maschinenbau (Fördertechnik, Elektrotechnik und Elektronik, Fahrzeug- und Apparatebau, Automation). Daneben gehört die relativ krisensichere Medizintechnik zu den Branchen, in denen sich Amsler & Frey AG erfolgreich bewegt. Vor allem Anpassungskörper sind hier im Portfolio, und wer sich genau umschaut in den Hallen in Schinznach Dorf, der entdeckt eine weitere Bastion der Schweizer: den Motorsport. So findet man zum Beispiel im Vorbeigehen den späteren Unterboden eines Formel-1-Boliden.

Im Zuschnitt verlässt sich Amsler & Frey AG seit langem auf HOLZMA. Im März dieses Jahres wurde die neue Kunststoffsäge HPP 570 P in Betrieb genommen. Sie ersetzte das zehn Jahre alte Vorgängermodell und bietet mit ihrer modernen Ausstattung viele Vorteile. Thomas Gloor: "Hauptkriterium war, dass wir 150 mm dicke Blöcke zusägen können – das ist mit dem Sägeblattüberstand von 170 mm problemlos möglich." Außerdem verfügt die HPP 570 P für diese spezielle Aufgabe über eine sensorische Schnittspur­überwachung. Diese prüft während des Schnittes laufend die Sägeblattverformung und steuert bei Bedarf gegen, indem sie die Schnittgeschwindigkeit reduziert oder gar den Schnittvorgang abbricht und neu beginnt. Das Ergebnis? "Pfeifengerade" ginge das Sägeblatt durchs Material, freut sich Thomas Gloor.

Die neue Technologie der HOLZMA Säge überzeugt den Betriebsleiter: "Man spürt die verbesserte Sägeleistung zum Beispiel sehr gut an dem frequenzgeregelten 30-kW-Hauptsägemotor. Auch merkt man deutlich, dass nur noch das Sägeblatt nach oben bewegt wird, nicht mehr das gesamte Aggregat. Insgesamt ist die neue Säge viel schneller und wir haben heute in unserer Acht-Stunden-Schicht einige Zeitreserven, die beim alten Modell noch nicht da waren."

Ebenso wichtig war die Möglichkeit, sehr schmale Streifen zuzuschneiden. "Mit den Schmalfinger­spannzangen klappt das wunderbar", so Gloor. "Diese Flexibilität war ein absolutes Muss." Weitere Spannzangen­positionen konnten ebenfalls flexibel gewählt werden, so dass die Säge die anfallenden Plattenmaße zielgerichtet bearbeiten kann. Schwimmende Spannzangen und eine zusätzliche Winkelandrückvorrichtung im hinteren Maschinentisch sorgen für eine präzise Positionierung auch bei besonders anspruchsvollem Material – zum Beispiel bei welligen oder sehr dicken Platten. Und die Funktion "Gleichlaufsägen" sorgt für einen nahezu ausrissfreien Zuschnitt bei sehr dünnem Material. "Eine Supertechnik", lobt Thomas Gloor.

Klimatisierte Fabrikationsräume sind bei Amsler & Frey AG Standard. Die gleichbleibende Raumtemperatur ist eine wichtige Voraussetzung für minimale Fertigungstoleranzen. Unterstützend wirkt hier der Sägekörper der HPP 570 P aus dem speziellen SorbTech Mineralguss, der einen viel geringeren Wärmeausdehnungs­koeffizienten aufweist als Stahl und damit ein Garant für gleichbleibend hochpräzise Schnitte ist. Dennoch: das alles bewahrt nicht davor, dass derselbe Kunststoff je nach angelieferter Charge leicht anders beschaffen sein kann. Darauf muss das Profiunternehmen in der Bearbeitung dann entsprechend reagieren. Thomas Gloor: "Als Hilfe für die Bearbeitung der vielen verschiedenen Materialien haben wir die Option 'Materialabhängige Parameter' gewählt. Hier können wir in einer Materialdatenbank für jedes einzelne Material unterschiedliche Sägeparameter hinterlegen. Auf Knopfdruck stellt sich die Säge dann vollautomatisch richtig ein, das Material wird ideal bearbeitet und die Ausschüsse sinken gegen null." Doch damit nicht genug: "Für die Schwankungen in der Beschaffenheit innerhalb einer Kunststoffsorte können wir die hinterlegten Vorgaben dann bei Bedarf nochmals kinderleicht manuell nachjustieren."

An der HOLZMA HPP 570 P arbeiten neben angelernten Kräften auch gelernte Schreiner. "Die besten Leute, die man für diese Aufgabe bekommen kann", so Betriebsleiter Gloor. Entscheidend für ihn ist jedoch die Erfahrung, die die Mitarbeiter im Laufe der Zeit mit der Bearbeitung von Kunststoffen sammeln. "Nicht zuletzt deshalb", so Thomas Gloor, "legen wir Wert auf ein nachhaltiges Wachstum; auf motivierte und erfahrene Mitarbeiter."

Erschienen in Kunststoffverarbeitung, Juli 2009. HOLZMA dankt der verantwortlichen Redakteurin Steffi Findeisen.

Wir danken auch unserem Kunden Amsler & Frey AG.

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