01.09.2008   |   Deutschland

„Passion for Plastics“ – Vink Kunststoffe

Nach diesem Motto handelt die Vink Kunststoffe GmbH mit Kunststoffteilen und Halbzeugen. Die meisten werden zuvor individuell bearbeitet – unter anderem mit Sägen aus der Baureihe P.

"Die kundenspezifische Materialvorbereitung ist unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal."

Philippe Malmendier, Leiter Einkauf & Logistik, Vink Kunststoffe

Ein Artikel des Fachmagazins Plastverarbeiter, Ausgabe 9/2008. Hier lesen Sie den Artikel auf Plastverarbeiter online.

International im Einsatz

Die Esslinger Niederlassung des europaweit ansässigen Handelshauses Vink Kunststoffe GmbH kauft und vertreibt Halbzeuge aller Art. Etwa 30.000 Produkte sind permanent vorrätig. Der Großteil aller Materialien wird vor dem Weiterverkauf bearbeitet – so erfolgt im Kundenauftrag zum Beispiel der Zuschnitt, individuell und vor allem zeitnah. Um diesen Service mit hoher Qualität bieten zu können, entschied sich Vink in Esslingen für drei Holzma Plattenaufteilsägen: eine HPP 510 P und zwei HPP 380 P. Heute erfolgt der Zuschnitt hoch flexibel über drei verschiedene Sägen.

 

Anwenderspezifische Zuschnitte Just-in-Time

Platten, Folie, Stäbe, Rohre, Armaturen, Fittings und ein breites Programm an Zubehörteilen – damit handelt Vink Kunststoffe europaweit. Das Besondere am Portfolio: Der Großteil aller Teile wird vor der Auslieferung individuell bearbeitet – unter anderem auf verschiedenen Plattenaufteilsägen. 

Als europaweites Handelshaus kauft und vertreibt Vink Kunststoffe Halbzeuge aller Art. Über 30 000 Produkte hat das Handelshaus vorrätig. „Und was es nicht gibt, wird organisiert“, betont Philippe Malmendier, Leiter Einkauf & Logistik. Der Großteil aller Materialien wird vor dem Weiterverkauf in irgendeiner Form bearbeitet. Dies kann der Zuschnitt von Platten und Rohren sein oder auch eine CNC-Bearbeitung mit Bohren und Fräsen. In manchen Ländern übernimmt Vink in enger Abstimmung mit dem Kunden auch die Produktion des Endproduktes.

Neben der individuellen Bearbeitung ist die Schnelligkeit der Belieferung ausschlaggebend: „Bei einer Bestellung bis 14 Uhr liefern wir in aller Regel am darauffolgenden Tag“, so Malmendier. „Dazu haben wir ein eigenes, geschlossenes Distributionsnetz aufgebaut.“

Der Verarbeiter hatte daher sehr klare Vorstellungen davon, was die neue Plattenaufteilsäge im Bereich des Plattenzuschnitts zu leisten hatte. Zunächst einmal war es wichtig, dass sie die große Materialvielfalt bewältigen konnte. Außerdem sollten teilweise sehr große Platten geteilt werden – sei es einzeln oder im Paket. „Darüber hinaus forderten wir natürlich das ideale Preis-Leistungsverhältnis und den technisch neuesten Stand“, berichtet Malmendier. Nach dem Vergleich verschiedener Anbieter entschied man sich für die Säge von Holzma. „Angebot und Inbetriebnahme haben überzeugt. Die Maschine erfüllte einfach alle Kriterien“, begründet er die Auswahl. „Und wir hatten mit dem Ansprechpartner großes Glück, denn wir fühlten uns verstanden und gut betreut.“ Heute laufen die Sägen im Einschichtbetrieb auf Hochtouren.

Mit Bezug der neuen Räume des Handelshauses in Esslingen wurden die beiden neuen Plattenaufteilsägen, eine HPP 510 P und eine HPP 380 P, installiert. Vor kurzem kam noch eine weitere HPP 380 P hinzu, so dass heute der Zuschnitt flexibel über drei verschiedene Sägen möglich ist. Beide Sägenmodelle sind in der Lage, sich auf die unterschiedlichen Materialien einzustellen – sogar automatisch über die Maschinensteuerung Cadmatic, bei der die Schnittparameter für verschiedene Kunststoffe hinterlegt sind. So ändern sich auf
Knopfdruck unter anderem Sägewagen­vorschub und Schnittgeschwindigkeit.

Für eine hohe Schnittqualität sorgt außerdem die Minimalschmierung. Sie wird – genau dosiert und nahezu rückstandsfrei – über drei Düsen auf das Sägeblatt aufgebracht, hat eine kühlende Wirkung während des Sägevorgangs und verhindert so ein Schmelzen des Materials an den Schnittkanten. Mit einer Schnittlänge von je 4300 mm können mit beiden Sägen auch Platten mit großen Abmessungen bearbeitet werden. Den Zuschnitt sehr hoher Platten oder von Plattenpaketen ermöglichen Sägeblattüberstände von 125 beziehungsweise 95 mm. Ebenfalls problemlos zu sägen sind schmale Streifen oder Anschnitte. So wird vor allem teures Material bestmöglich genutzt. 

Digitale Vernetzung internationaler Standorte
Weil inzwischen in vielen europäischen Niederlassungen Plattenaufteilsägen mit ähnlicher oder gleicher Ausstattung installiert sind, wurde ein ausgeklügeltes Konzept zur Kapazitäts­anpassung möglich:  „Die meisten europäischen Häuser sind miteinander vernetzt. Ist eines ausgelastet oder bekommt in der Kürze der Zeit das Material nicht geliefert, fertigen wir den Auftrag für den Kunden kostenneutral an einem anderen europäischen Standort“, erklärt Malmendier.

Ein wichtiges Hilfsmittel dafür ist die Optimierungs­software Schnitt Profi(t), die an den meisten Standorten installiert wurde. Mit diesem Programm generiert man unter Berücksichtigung von Zeit- und Verschnitt­faktoren einen fertigen Schnittplan. Der Plan enthält alle für die Bereitstellung und Aufteilung relevante Informationen. Dazu gehören Teile, Platten, Format und Farbe aber auch andere Faktoren wie zum Beispiel Anschnitte oder neue Reste. Der Schnittplan geht vom Büroarbeitsplatz direkt zur Plattenaufteilsäge in die Bearbeitung. Alle Abläufe an der Säge lassen sich über den 3-D-Modus auf dem Monitor in Echtzeit verfolgen. „Die Optimierung läuft noch im auftraggebenden Haus. Dann geht der Plan von dort an die Säge des Partnerhauses“, beschreibt Malmendier die standort­übergreifende Vorgehensweise. Bedient werden die Sägen ausschließlich von Spezialisten: „Wir haben Lagermitarbeiter eingesetzt, die seit vielen Jahren für uns arbeiten und über viel Erfahrung im Umgang mit Kunststoffen verfügen“, betont Malmendier die Bedeutung des Faktors Mensch. „Jeder Kunststoff weist eine andere Span- und Riefenbildung auf, hat ein anderes thermisches Verhalten und andere Eigenschaften. Wenn der Mitarbeiter an der Säge sich damit nicht auskennt, wird es teuer.“

Trotz Automatisierung: Nie waren gute Mitarbeiter so wertvoll wie heute
Dass die Mitarbeiter nicht mit dem Umgang genau dieser Säge vertraut waren, sah er nicht als Problem: „Die Steuerung und die Funktionen der Säge sind selbsterklärend. Das war für uns ein wichtiges Kriterium, denn sonst rechnet sich die Anschaffung nicht.“ Für einen schnellen Einstieg haben einige Vertriebsmitarbeiter und die zukünftigen Maschinenbediener Schulungen belegt und ihr Wissen anschließend als Pate an Kollegen weitergegeben. „Außerdem konnten wir bei Fragen über die Servicehotline schnell Hilfe einholen“, berichtet Malmendier über die Anfangszeit. „Dieser Startsupport war für uns ebenfalls ein wichtiges Kaufkriterium.“

 

Plattenaufteilsägen im internationalen Einsatz

Um die zügige Belieferung mit kundenspezifischen Zuschnitten innerhalb kürzester Zeit sicher stellen zu können, setzt Vink Kunststoffe an fast allen europäischen Standorten auf Plattenaufteilsägen von Holzma. Der Vorteil dieser herstellergebundenen Strategie ist gleichzeitig der USP des Verarbeiters: Kundenspezifische Zuschnitte verschiedenster Materialien können an beliebigen Standorten abgearbeitet werden. Der Kunde des Verarbeiters erhält so innerhalb kürzester Zeit seine bestellte individuelle Ware. 


Bildrechte: Plastverarbeiter/Zinckgraf, Schöffler und Holzma

 

 

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