28.06.2012   |   Deutschland

Know-how für vernetzte Prozesse bei ThyssenKrupp Plastics

Für mehr Effizienz und weniger Aufwand werden rund 30 Plattenaufteilsägen der Baureihe P vernetzt. Die Zuschnittoptimierung läuft über Schnitt Profi(t).

"Der entscheidende Vorteil für uns ist, dass wir auf diese Weise viel vernetzter arbeiten und Aufträge untereinander austauschen können."

Alex Hammer, Leiter Logistik Süd ThyssenKrupp Plastics

Der Schlüssel zu effizienten Arbeitsabläufen sind eng vernetzte, einheitliche Datenflüsse. Das gilt insbesondere für Großunternehmen, die auf vielen Maschinen an verschiedenen Standorten produzieren – so wie ThyssenKrupp Plastics. Der führende Distributeur von Kunststoff­-­Halbzeugen liefert und verarbeitet Produkte für den Hochbau, die visuelle Kommunikation sowie Rohrleitungs­systeme und Technische Kunststoffe. Dafür beschäftigt ThyssenKrupp Plastics allein in Deutschland mehr als 800 Mitarbeiter an 20 Standorten. Insgesamt kommen hier für den Kunststoff­zuschnitt rund 30  HOLZMA Sägen zum Einsatz.

Um die Effizienz und Qualität der eigenen Anarbeitungs­­dienstleistungen weiter zu steigern, beauftragte das Unternehmen die Spezialisten von HOLZMA damit, die Optimierungs­software Schnitt Profi(t) für alle Sägen auf dem neuesten Stand zu vereinheitlichen, die eigenen Mitarbeiter zu schulen und nötige Hardware-Aktualisierungen vorzunehmen. Ein Großauftrag, der in dieser Dimension auch für HOLZMA nicht alltäglich ist.

Der Name ThyssenKrupp steht in Deutschland und weltweit wie kaum eine andere Marke für hochwertige Stahlerzeugnisse. Dabei geht das Produktportfolio des Traditions­konzerns weit über dieses Marktsegment hinaus. So blickt das Unternehmen auch im Handel mit Kunststoff-Halbzeugen auf eine mehr als 50-jährige Geschichte zurück. Um seine Kompetenzen im Kunststoffgeschäft zu bündeln und als namhafter Spezialanbieter noch mehr Präsenz zu zeigen, hat der Konzern im Oktober 2009 seine Kunststoff­­aktivitäten in einer eigenständigen Gesellschaft zusammengefasst: der ThyssenKrupp Plastics GmbH.

HOLZMA verbindet

So ist unter dem Dach der ThyssenKrupp Plastics GmbH in wenigen Jahren ein Schwergewicht der Kunststoff­branche entstanden: mit zahlreichen Standorten und einem ebenso breiten Leistungs- wie Produktions­spektrum. Technologisch haben viele Standorte eines gemeinsam: Im Kunststoff­­zuschnitt vertrauen sie oft schon seit vielen Jahren auf HOLZMA. Allein an den nun 15 Lagerstandorten in Deutschland sind rund 30 HOLZMA Sägen im Einsatz. Das Spektrum reicht von kleineren Modellen bis hin zu großen Sägen wie der HPP 510.

„Auch in der Zuschnitt­optimierung arbeiteten viele unserer Standorte bereits mit der bewährten HOLZMA Software Schnitt Profi(t)“, berichtet Jens Dahm, Product Manager ThyssenKrupp Plastics, „allerdings mit unterschiedlichen und oft älteren Versionen, so dass wir das Potenzial dieser Optimierungs­software nicht ausschöpfen konnten“. Die Optimierung lief in den einzelnen Werken dezentral und offline.

Das Ziel: Mehr Effizienz, weniger Administrations­aufwand

„Um das bisher ungenutzte Optimierungs­potenzial zu nutzen und unsere Arbeitsabläufe in der Produktion je Werk sowie standort­übergreifend besser aufeinander abzustimmen, haben wir uns direkt an HOLZMA als langjährigen Sägen- und Software­partner gewendet“, sagt Dahm. Das Ziel war schnell formuliert: Die Effizienz in der Zuschnitt­optimierung sollte deutlich gesteigert und der Administration­saufwand im Umgang mit der Software sowie für künftige -aktualisierungen gesenkt werden.

„Deshalb haben wir im ersten Schritt die aktuellen Optimierungs­abläufe an den 20 deutschen Standorten von ThyssenKrupp Plastics analysiert und auf dieser Basis dann ein individuell passendes Konzept entwickelt“, erklärt Arne Mömesheim, Leiter HOLZMA Schnitt Profi(t). Die Lösung: Auch künftig wird dezentral an den einzelnen Standorten optimiert – jedoch online. Die Schnitt Profi(t) Software wird nur noch auf einem einzigen Zentralrechner installiert. Die Mitarbeiter in den Werken haben per Einzelplatz­lizenz Zugriff, erstellen die Schnittpläne und schicken sie online direkt an die jeweilige Säge. Das spart Zeit, Geld und vermeidet Fehler. Software­aktualisierungen oder neue Parameter­einstellung müssen nur noch einmal am Zentralrechner vorgenommen werden und stehen dann unternehmensweit sofort an allen Einzelarbeits­plätzen zur Verfügung.

„Der entscheidende Vorteil für uns ist, dass wir auf diese Weise viel vernetzter arbeiten und Aufträge untereinander austauschen können“, betont Alex Hammer, Leiter Logistik Süd ThyssenKrupp Plastics, und erklärt: „Hat ein Werk das benötigte Material gerade nicht vorrätig, kann es den Auftrag inklusive der Schnittpläne online direkt an einen anderen Standort weiterleiten. So erhält der Kunde das bestellte Material immer pünktlich – und wir können Leistungsspitzen flexibel ausgleichen.“

Hardware-Aktualisierungen inklusive

Je nach Baujahr und Ausstattung der vorhandenen HOLZMA Sägen waren für die Umsetzung dieses Konzepts auch etliche Hardware-Aktualisierungen erforderlich. „Um hier für den Kunden schnell und zielgenau vorzugehen, haben wir von Anfang an die Spezialisten vom HOLZMA Service eingebunden“, betont Mömesheim. Die Netzwerkfähigkeit der Maschinen­rechner war dabei allerdings nur ein Aspekt. Bei allen neueren HOLZMA Sägen ist sie ohnehin gegeben und musste nur freigeschaltet werden. „Als Qualitätsanbieter mit höchsten Ansprüchen wollte ThyssenKrupp Plastics jedoch die Gelegenheit nutzen und seinen Maschinenpark für den Zuschnitt auf den neuesten Stand bringen“, sagt Christof Stadel, Leiter HOLZMA Service. „Wir haben deshalb alle Rechner in den rund 30 Sägen überprüft, Updates installiert oder ältere Systeme präventiv ausgetauscht, um unnötige Stillstände künftig zu vermeiden.“ Hinzu kamen weitere Umbauten speziell für die Kunststoffbearbeitung: So hat der HOLZMA Service bei einigen Sägen beispielsweise Sprüheinrichtungen nachgerüstet oder modernisiert, längere oder abklappbare Luftkissentische installiert und zum Teil die Gebläse­­leistungen erhöht. Auch wurden einige Maschinen mit Etiketten­druckern für die Teile­kennzeichnung sowie mit Schnitt­spaltschließern ausgestattet.

Diese Liste der Maßnahmen zeigt nur einen Ausschnitt der erfolgreich abgeschlossenen Aktualisierungen und Umbauten. „Wir konnten die Aufgaben schnell und nahezu ohne Betriebsunterbrechungen für den Kunden lösen“, betont Stadel, „profitiert haben wir dabei auch von unserem engen Händlernetz mit kompetenten Service-Technikern vor Ort sowie von den HOLZMA Fernwartungs­möglichkeiten.“ Denn so konnte HOLZMA auf neuere Sägen direkt von der eigenen Firmenzentrale aus zugreifen und online Prüfungen, Updates oder Freischaltungen durchführen. Das spart Zeit und Kosten.

Anwenderwissen auf aktuellem Stand

Damit die Mitarbeiter in der Zuschnitt­optimierung von ThyssenKrupp Plastics mit den Funktionen und Möglichkeiten der jüngsten Schnitt Profi(t) Version von Anfang an bestens vertraut sind, hat das HOLZMA Schulungs­team zeitgleich ein individuell abgestimmtes Trainings­konzept entwickelt. „Wir haben die Mitarbeiter in mehreren Gruppen­schulungen intensiv ausgebildet und in unserem Trainings-Center im Schwarzwald auf die Neuerungen vorbereitet“, berichtet Tino Lützner, Leiter HOLZMA Schulung. So ist sichergestellt, dass alle Anwender auf einheitlich hohem Wissensstand sind und die neuen Möglichkeiten voll ausschöpfen können. Die Pilot­installation der neuen Schnitt Profi(t) Software fand im Mai 2012 auf dem Zentralrechner von ThyssenKrupp Plastics statt. Der Roll-out wird voraussichtlich Mitte des Jahres beendet sein. Dann verfügt das Unternehmen über eines der weltweit modernsten Optimierungs­netzwerke mit 100 Schnitt Profi(t) Einzelplatz­lizenzen.

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