10.04.2013

Für die Zukunft rüsten

Ein mittelständischer Betrieb investiert für die Zukunft. Die Zukunft des Bauens findet nicht nur auf der Baustelle statt.

Wirft man einen Blick auf die nähere „Zukunft des Bauens“ im Holzbau, so lohnt auch die Betrachtung, wie Holzbaubetriebe sich auf diese Zukunft einstellen. Dies soll am Beispiel der Hans Nehr & Tobias Nehr Holzbau GbR geschehen, eines Holzbaubetriebs mit über hundertjähriger Geschichte in Hallstadt und Oberhaid (Oberfranken).

Aktuell sind Zimmermeister Hans Nehr, Frau Roswitha (Verwaltung, Rechnungswesen) und Sohn Tobias (Zimmererlehre in der Schweiz) die treibenden Kräfte im Betrieb. Sohn Manuel studiert Bauingenieurwesen in Rosenheim und wird in Kürze in das Unternehmen eintreten. Zurzeit sind 7 Mitarbeiter und Auszubildende beschäftigt.

Beschränkte Platzverhältnisse am Standort in Oberhaid führten zu der Entscheidung, den Betrieb im Industriegebiet des Ortsteils Unterhaid an der A 73 neu aufzustellen (Bilder 1 bis 3).

Ein großzügig bemessenes Grundstück erlaubte eine den Betriebszielen entgegenkommende Organisation der neuen Betriebsstätte.

Schematische Übersicht über die Lage der Verwaltungs- und Produktionsbereiche und der grundsätzlichen Ablauforganisation der Hans Nehr & Tobias Nehr Holzbau GbR in Oberhaid

Planungsgrundlagen

Der Schwerpunkt der Produktion des „neuen“ Betriebs sollte im Holzhausbau (Holzrahmenbauweise) liegen. Daneben sollten alle anfallenden Zimmereiarbeiten ausgeführt werden können.

Ausgehend von der Überlegung, dass dabei der größte Querschnitt bei Mittelpfetten auftreten würde und ausschließlich trockenes und maßhaltiges KVH und verklebte Querschnitte wie BS-Holz verwendet werden, fiel die Entscheidung für die Investition in eineWeinmann-Abbundanlage Optimat WBS 140/13.

Diese Maschine mit 20 kW Leistung verfügt über 5-Achs-Technik mit 8-fachem Werkzeugwechsler und kann Bauteile bis 20 cm × 40 cm bearbeiten.

Die Maschine ist so platziert, dass sie von mehreren Seiten zugänglich ist. Konsequent werden alle Arbeiten mit der Maschine ausgeführt, deren Ausführung anderweitig unwirtschaftlicher wäre. Die Maschine erhält dadurch eine hohe Auslastung. Wie Hans Nehr bestätigt, ist die Maschine mit den acht zur Verfügung stehenden Werkzeugen für die anfallenden Arbeiten optimal zugeschnitten. Die Ansteuerung der Maschine erfolgt durch Daten aus dem S&S-Abbundprogramm, die von zwei Meistern in der Arbeitsvorbereitung erstellt werden.

Mit der Neuaufstellung des Betriebs und der gezielten Entscheidung für eine kompakte und vielseitige Abbundanlage als Schwerpunkt der Produktion hat sich Nehr Holzbau eine flexible und solide Basis für die Zukunft geschaffen.

Quelle: DER ZIMMERMANN Ausgabe 4/2013

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