01.04.2011

Flexibilität und Schnelligkeit

Mit 33 Mitarbeitern übernimmt die Zimmerei Leiz in 78315 Radolfzell-Liggeringen klassische Zimmereigewerke und Aufträge aus dem Holzbau- und Modernisierungsbereich. Der Jahresumsatz des Unternehmens liegt zwischen 2,5 und 3,0 Mio. Euro. Eine aussagekräftige Angabe zu Stückzahlen ist angesichts der großen Auftragsbandbreite schwierig.

In 2009 produzierte und montierte Zimmerei Leiz bei Aufstockungen etwa 300 laufende Meter an Elementen, bearbeitete im selben Zeitraum 14.000 m² Gipsfaserplatten. Die Aufträge stammen zu etwa 70 Prozent von privaten Auftraggebern, von denen ein Großteil über Weiterempfehlung zur Zimmerei kommt. Qualität und Service sind für das Unternehmen von entsprechender Bedeutung. Im Jahr 2007 hat die Zimmerei Leiz in ein WBZ 150 investiert. Mitte 2010 diese Maschine gegen das Nachfolgemodell WBZ 160 ausgetauscht.

Interview mit Herrn Martin Leiz

WEINMANN: „Herr Leiz, lag Ihr Fokus bei der Anschaffung des WBZ auf einer Verbesserung der Bauteilqualität?“

Leiz: „Nein, manuell waren wir ebenso präzise. Die Maschine haben wir in erster Linie angeschafft, um flexibler zu sein, schneller reagieren zu können, die Produktionszeit zu verkürzen und um Kosten der Produktion zu senken.“

WEINMANN: „Könnten Sie das noch etwas näher erläutern?“

Leiz: „Nun, es steht außer Zweifel, dass wir mit der Maschine die Kosten senken konnten. Wir haben zum Beispiel kürzere Arbeitszeiten in Produktion und Montage, außerdem ersetzten wir teure Passverbindungen durch preiswertere Schwalbenschwänze. Darüber hinaus erschließt uns das WBZ neue Verdienstmöglichkeiten.

Mehraufwand in der AV ist bei uns nicht angefallen, hier waren wir schon vorher sehr gut aufgestellt. Nach meinen Berechnungen reduzieren wir die Kosten um ca. 10 Prozent pro Jahr.“

WEINMANN: „Und Ihr Wunsch nach mehr Flexibilität hat sich auch erfüllt?“

Leiz: „Dazu ein Beispiel: Vor kurzem haben wir ein Pelletlager gebaut – klingt einfach, aber für ein Pelletlager benötigt man praktisch die ganze Palette an komplizierten Schrägen und Spezialschnitten, sodass man mit dem Handabbund schnell an seine Grenzen kommt. In diesem Fall war der Kunde auch noch unter Zeitdruck: Am Mittwoch Morgen hat er das Lager bestellt, mittags haben wir es geplant, am nächsten Tag lief es über die Maschine. Am Freitag Morgen haben wir das Lager montiert, für den Nachmittag waren bereits die Pellets bestellt. Derart schnelle und präzise Arbeit bringt uns jede Menge Weiterempfehlungen ein.

Ähnliche Erfahrungen machen wir im Objektbau, wo wir nicht nur schnell auf Aufträge reagieren können, sondern dank unseren Vorfertigungsmöglichkeiten auch Zeit bei der Montage sparen. Vor kurzem haben wir zum Beispiel für einen öffentlichen Auftraggeber das Dach einer Hackschnitzelanlage errichtet. Das lief so schnell und reibungslos, dass wir jetzt einen Folgeauftrag bekommen haben.“

WEINMANN „Mitte 2010 haben Sie das WBZ 150 durch das WBZ 160 ersetzt. Was waren die Gründe für diese Entscheidung und worin sehen Sie heute die Vorteile?“

Leiz: „Wir waren schon mit dem WBZ 150 sehr zufrieden, Probleme machte uns hin und wieder die Software, wegen deren Grenzen man die Möglichkeiten der Maschine nicht ausschöpfen konnte. Wobei man dazu sagen muss, dass bei unserer extrem breiten Bearbeitungspalette jede Abbundmaschine an ihre Grenzen kommt. Der Service von WEINMANN war in solchen Fällen schnell und zuverlässig, die gewünschten Bearbeitungsschritte wurden sehr schnell in die Software implementiert.

Das WBZ 160 haben wir angeschafft, weil es schneller und präziser ist, eine verbesserte Software und verbesserte Mechanik hat. Das gilt zum Beispiel für den Materialtransport. Dank der neuen Greifertechnik haben wir jetzt die Möglichkeit mehrere Hölzer auf einander gestapelt zuzuschneiden und können somit in 1,5 Stunden 700 laufmeter Sparren abbinden. Bis Ende 2010 waren bei uns etwa 12. 000 Meter Abbund über die Maschine gelaufen. Verbesserungsfähig ist die Software bei ausgefallenen und komplizierten Bearbeitungsschritten. Routineaufträge wie Sparren, Schifter usw. laufen problemlos.“

WEINMANN: „Herr Leiz, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.“

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