01.03.2013

Brückentechnologie: WIEHAG Praxis mit WEINMANN Multifunktionsbrücke WM

Unternehmen, die in Europa im Industrie- und Gewerbebau, sowie in den Bereichen Sportannlagen, Brücken- oder Sonderbau tätig sind, ist der Name WIEHAG bestens bekannt.

Mit über 160 Jahren Erfahrung, rund 300 kompetenten Mitarbeitern sowie einer hochmodernen Produktion zählt der Ingenieur-Holzbauer aus Altheim (Ö) zu den führenden europäischen Anbietern für Tragsysteme und Komplett-Dächer aus Holz. Spektakuläre Projekte, wie z.B. die Neue Messe Karlsruhe, stellen bei WIEHAG keine Seltenheit dar. Seit das österreichische Unternehmen die WEINMANN Multifunktionsbrücke WMS 150 einsetzt, hat sich, insbesondere hinsichtlich der Produktivität und Qualität der bearbeiteten Elemente, vieles verändert.

Außergewöhnlich ist zudem die sehr hohe Vorfertigungsrate von ca. 97 %. Tragsysteme für Dachkonstruktionen von großer Spannweite werden genauso angeboten wie Standarddachelemente mit einer Länge von beeindurckenden 22, Metern. Was die Größe der Projekte betrifft, reagiert das Unternehmen hochflexibel. Selbst Projekte mit einer Größe von über 30.000 m² realisiert WIEHAG problemlos.

Enorme Zeitersparnis und Steigerung der Produktivität

Bis vor zwei Jahren fertigte das Unternehmen auf selbstgebauten Rastertischen große Elemente bis zu 20 m Länge und einer Breite von 2,5 m. "Von der WEINMANN Holzbausystemtechnik GmbH wurden uns in 2010 Maschinen angeboten, die einerseits unsere produktionstechnischen Anforderungen erfüllten und gleichzeitig ein weitaus verbessertes Handling sowie wesentlich effizienteres Arbeiten ermöglichten. Sowohl ich als der zuständige Leiter der Abteilung Elementbau als auch die Geschäftsleitung der WIEHAG GmbH waren rasch davon überzeugt, dass es sinnvoll war, in eine Multifunktionsbrücke WMS 150 zu investieren“, so Alexander Leidorf, der gleichzeitig auch Produktmanager Elemente bei WIEHAG ist. "Seitdem hat sich unser Prduktionsablauf ganz erheblich verändert!"

Mit der neuen Multifunktionsbrücke setzt WIEHAG auf eine moderne CNC-gesteuerte Maschine zum vollautomatischen Bearbeiten plattenförmiger Werkstoffe auf Holzrahmenkonstruktionen. In Kombination mit einer 3-Tisch-Lösung und zwei zusätzlichen Puffertischen profitiert das Unternehmen von einer enormen Zeitersparnis sowie Steigerung der Produktivität: „Ohne die neuen Maschinen haben wir etwa sechs Elemente im Zweischichtbetrieb gefertigt. Nun liegen wir bei rund fünfzehn Elementen. Wir verarbeiten inzwischen 600 bis 800 m² Material pro Tag; dies sind rund 120.000 m² im Jahr. Und immer noch gibt es Potenzial nach oben,“ betont Leidorf.

Neuer Produktionsablauf, Lohnabbund / - zuschnitt neu

Den Produktionsablauf in der Elementefertigung stellte WIEHAG im Zuge der Maschineninvestition komplett um. Nach dem manuellen Einlegen des Riegelwerks und dem Aufbringen der Beplankung fährt die Multifunktionsbrücke über das Element, formatiert und bearbeitet dieses mit den sich auf der Brücke befindlichen Aggregaten. Ausgestattet ist die WMS 150 mit einer zweiten Y-Achse zum parallelen Abnageln der Elemente sowie einem Werkzeugwechsler für 12 Werkzeuge. Je nach Kundenwunsch ist die Maschine individuell ausbaubar. Bis zu sechs Aggregatträger ermöglichen unterschiedliche Bearbeitungen über eine Bearbeitungsbreite von bis zu 4,2 m.

Nach der Bearbeitung wird das Element auf den Nehmertisch gewendet. Nun werden die Dämmung sowie Installationen eingebracht. Nach dem Längstransport auf den dritten Tisch erfolgt das Aufbringen der zweiten Beplankung, ebenso das Formatieren und Bearbeiten. Am Ende wird die Beplankung auch auf dieser Seite mit der Multifunktionsbrücke befestigt. Die Befestigung der Dachfolie erfolgt nach dem Längstransport auf einem der beiden Puffertische.

„Durch den Einsatz der neuen Maschinen können wir Aufträge noch besser einschätzen und planen weit voraus.“, so Leidorf. „Zusätzlich ergaben sich erhebliche Einsparungen bei den Produktionskosten. Durch die Bearbeitungsgenauigkeit der WMS 150 können Elemente wesentlich exakter produziert werden. Dadurch ist die Qualität unserer Produkte noch erheblich gestiegen“.

Quelle: HOLZBAU-Magazin, Ausgabe März 2013

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