Vernetzte Produktion und Industrie 4.0 – Eine Vision ist Realität

Eine Digitalisierung und Vernetzung der Produktion in der Holzbearbeitung und Möbelproduktion auch über die Grenzen von Unternehmen und Ländern hinaus – das bildet den Kern der „Vision Industrie 4.0“. Verschiedenste Einheiten im Unternehmen sollen miteinander kommunizieren und sich sogar selbst organisieren. Dabei wissen die Maschinen einer komplett vernetzten Produktion heute schon genau, wo welches Bauteil gerade benötigt wird, wie es zu bearbeiten ist und wo Lagerengpässe bestehen.

Smart Factory: Die Art zu produzieren, wird sich ändern. Sehen Sie hier, wie die Fabrik der Zukunft aussehen kann!

Das Ziel ist es, kundenindividuelle Möbel industriell herzustellen – optimaler Weise zu Kosten, die denen einer Massenfertigung ähnlich sind. Die HOMAG Group bietet mit der vernetzten Produktion einen durchgehenden Informationsfluss. Hinzu kommt das intelligente Werkstück. Es teilt der Maschine mit, wie es zu bearbeiten ist. Dazu wird jedes Werkstück mit einer digitalen Identität ausgestattet, die alle Spezifikationen und Fertigungsparameter enthält.

Die fünf wesentlichen Elemente der vernetzten Produktion:

  • Das digitale Bauteil
  • Die intelligente Maschine
  • Die vertikale Vernetzung
  • Die horizontale Vernetzung
  • Das wissende Werkstück

Stufe 1: 

Vernetzung von Büro und Produktion

Zuerst gilt es, eine entsprechende Infrastruktur im Un­ternehmen zu schaffen:

  • Alle Maschinen ins Netzwerk zu bringen
  • Aufgaben von der Werkstatt ins Büro zu verlagern
    z.B. die CNC-Pro­grammierung oder eine zentrale Datenablage
  • Werkstücke über Etiketten mit Barcodes eindeutig den Produktions­daten und Prozessen zuordnen

Vorteile:

  • Kapazität an der Maschine wird erhöht
  • Ver­netzung von Büro und Produktion vereinfacht weitere Arbeits­abläufe
  • Neue Pro­gramme oder Änder­ungen gleich an allen Maschinen zur Verfügung
  • Durch Etiketten mit Barcode können die Programme auf den Maschi­nen automatisch geladen
  • Etiketten vereinfachen Arbeits­schritte z. B. die Mon­tage oder Kom­missionierung

Stufe 2:

Automatisierte Datengenerierung – vertikale Vernetzung

Die Optimierung der EDV-Prozesse in der Arbeits­vor­bereitung stehen im Fokus.
„Wie komme ich vom Kundenwunsch zu meinen Fer­ti­gungs­daten?“
Zum Beispiel durch den Ein­satz eines CAD/CAM Systems – z. B. woodCAD|CAM von HOMAG Consulting & Software. 

Vorteile:

  • Reduzierter Programmieraufwand durch woodWOP Tools „Project Manager“ und „DXF-Import professional“
  • woodCAD|CAM gestaltet die Arbeitsvorbereitung effizi­enter und reduziert die manuellen Arbeitsschritte.
  • Reduzierung der Durchlaufzeiten in der Pro­duktion, da für alle zu fertigenden Elemente vollständige Fer­ti­gungs­informationen – Schnittliste, Eti­kett, CNC-Programme, Zeichnungen – zur Verfügung stehen – Fehler und unnötige Rückfragen werden vermieden

Stufe 3: 

Optimierung der Produktionsprozesse – horizontale Vernetzung

In den kommenden Jahren wird die Produktion ver­­stärkt softwaregestützt organisiert: Von der Pro­duktions- und Kapazitätsplanung über die Teile- und Auf­trags­verfolgung bis hin zur Organisation von Nach­fertigung, Kommissionierung und Versand. Hier bieten wir das Fertigungsleitsystem ControllerMES, das insbeson­dere im Mittelstand zum Einsatz kommt.

Vorteile:

  • Transparente Produktion
  • Fragen können in Echtzeit beantwortet werden
    z.B.  „Habe ich schon alle Bauteile für den Auf­trag XY fertig?“
    „Reichen meine Kapazitäten, um den Auftrag zu bearbeiten?“
  •  „Wissendes Werkstück“ – Alle zuge­hörigen Infor­mationen sind jederzeit abrufbar
  • Jedes Bauteil steht zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Arbeits­platz zur Verfügung.
    Die Nachfertigung oder das Kommissionieren wird optimal organisiert.

Vernetzte Produktion: Die Möbelfertigung auf dem Weg zu Industrie 4.0

Was bedeutet das für das Handwerk?

Lesen Sie mehr auf Seite 4 unserer Kundenzeitung inspiration

inspiration 03/2016

Lesen Sie mehr über die Vernetzte Produktion und Indstrie 4.0 in der Möbelfertigung

Vernetzte Produktion – Industrie 4.0 Werkstattkonzepte von klein bis groß

  |   Schopfloch   |   Deutschland

Fit für die digitale Zukunft: HOMAG setzt auf eine neue Maschinengeneration und strategische Partnerschaften

HOMAG setzt auf HOLZ-HANDWERK Zeichen in der Branche.

Auf der HOLZ-HANDWERK in Nürnberg zeigte sich HOMAG erstmals in einem völlig neuen Erscheinungsbild – mit neuem Logo, neuem Look und einem modernen Maschinendesign. So macht HOMAG die Digitalisierung und das Branchenthema Industrie 4.0 noch greifbarer – mit passenden Lösungen für Handwerks- und Industriebetriebe. Mit zwei strategischen Partnerschaften  – Kuka und Grenzebach – wurde gleichzeitig die Automatisierungskompetenz weiter ausgebaut.

HOMAG zeigte technische Innovationen und Lösungen auf der knapp 1800 m² großen Technologie-Plattform in Halle 10.0: Mit 30 Maschinen und Zellen live in Aktion, mit Maschinen, die tapio-ready sind, mit neuen, digitalen Produkten, maßgeschneiderter Software und völlig neuen Leistungen aus dem globalen Service-Netzwerk.

„Design trifft digital“: HOMAG gibt der digitalen Zukunft ein Gesicht

Nach der Devise „Design trifft digital“ hat HOMAG alle Maschinen für die Anwender noch intuitiver und einzigartiger gestaltet. Durch das fortschrittliche, ganz auf die Funktion ausgerichtete Design wird die Bedienung der neuen Maschinengeneration zu einem besonderen Erlebnis und die Innovationskraft des Betriebes, der die Maschine einsetzt, noch stärker sichtbar. Gleichzeitig hat HOMAG auch die Produktbezeichnungen für den Kunden klarer strukturiert: Ab sofort trägt jede Maschine ihre Funktion direkt im Namen. Zum Beispiel fanden die Besucher HOMAG Kantenanleimmaschinen auf der Messe unter der Bezeichnung EDGETEQ, die Maschinen aus dem Bereich Sägetechnik tragen nun den Namen SAWTEQ.

„‘Design meets digital‘ ist das große Thema, was uns im Moment vorantreibt.
Wir geben unserer Digitalisierungsoffensive mit unserem neuen Erscheinungsbild ein neues Gesicht. Mit unserem neuen Look ist unsere Intention für den Kunden klar erkennbar – wir gehen gemeinsam mit ihm sicher in die digitale Zukunft.“
Andreas Denker, HOMAG Executive Vice President Global Sales & Marketing

Neue Lösungen für HOMAG Kunden: HOMAG schließt zwei neue Partnerschaften

Auf der Messe HOLZ-HANDWERK in Nürnberg hat HOMAG den Abschluss von zwei neuen, strategischen Partnerschaften bekanntgegeben.

  • HOMAG & KUKA: Vereinbart wurde die intensive Zusammenarbeit bei globalen Entwicklungsprojekten. In China und Deutschland wurden bereits zwei solcher Projekte gestartet. Ziel der Partnerschaft ist es, gemeinsam smarte Roboterlösungen für den weltweiten Markt der Holzbearbeitung zu entwickeln und zu vertreiben.
  • HOMAG & die Grenzebach-Gruppe: Die Grenzebach-Gruppe ist führender Spezialist für die Automation industrieller Prozesse. Mit dem Abschluss einer strategischen Partnerschaft wurde eine intensive Zusammenarbeit im Bereich von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) vereinbart.

„Wir suchen für unsere Kunden immer wieder Partner, um unsere Lösungen zu vervollständigen – und zwar nur die besten am Markt. Wir haben uns aktuell mit zwei weiteren Partnern verbunden, mit dem Unternehmen Grenzebach, als erfahrenen Hersteller von fahrerlosen Transportsystemen und mit KUKA für Lösungen zu Automatisierung und Robotik. So können unsere Kunden auf die besten, am Markt verfügbaren Lösungen, zurückgreifen.“
Pekka Paasivaara, CEO HOMAG Group AG

Top-Thema der Messe: Die „Autonome Zelle“ als erstes autonom arbeitendes Werkstattkonzept

Auf der HOLZ-HANDWERK war sie live in Aktion: Die erste Werkstatt, die völlig autonom arbeitet. Sie besteht aus zwei Zellen, die in sich bereits vollautomatisiert sind. Verbunden werden diese durch autonom arbeitende Helferlein: Im Einsatz war ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF), das die Organisation der Teile-Logistik übernahm und ein 6-Achs-Roboter für das Teile-Handling. Die „Autonome Zelle“ kann ihre Flexibilität sowohl im Handwerk als auch in der Industrie voll ausspielen und eröffnet neue Optionen in der Fertigung.

  • ZELLE 1: Kanten-Hightech mit integriertem Werkstückhandling:
    Die Kantenanleimmaschine EDGETEQ S-500 ist in Kombination mit der Rückführung LOOPTEQ O-600 maximal flexibel. Miteinander vernetzt sind die Rückführung und die Kantenanleimmaschine durch die Zellensteuerung woodFlex.
  • ZELLE 2: Roboterhandling an vertikaler CNC-Bearbeitungsmaschine:
    Verfügbarkeiten von annähernd 100 %, eine hohe Wiederholgenauigkeit und punktgenaues Teilehandling: Der 6-Achs-Roboter übernahm das automatisierte Teilehandling beim vertikalen Bearbeitungszentrum DRILLTEQ V-500.
  • SOFTWARE: Den Schlüssel zur vernetzten Kommunikation in der Zelle bildet das HOMAG Fertigungsleitsystem ControllerMES. Es kommuniziert übergreifend mit den einzelnen Steuerungen der automatisierten Kantenzelle und der CNC-Roboter-Zelle sowie mit der Steuerung der FTF

Für den Weg in die digitale Zukunft: Neue digitale Lösungen

Seit der LIGNA 2017 bildet tapio ein offenes Ökosystem für die gesamte Holzindustrie. Dabei ist tapio neutral und bietet eine technologische, digitale Basis für Partner. Aktuell arbeitet HOMAG gemeinsam mit den Experten von tapio intensiv an neuen Funktionen und Apps, die es dem Anwender ermöglichen sollen, noch mehr aus seiner Produktion herauszuholen.

Das erste Ergebnis wurde auf der HOLZ-HANDWERK am neuen HOMAG „Digital Tower“ live demonstriert: intelliDivide. Die Optimierungs-“Software as a Service” auf tapio-Basis bietet Anwendern von HOMAG Plattenaufteilsägen deutlich höhere Rechenkapazitäten und kann dadurch in kurzer Zeit mehrere Varianten eines Optimierungsergebnisses zur Verfügung stellen. So kann der Bediener bei intelliDivide neben einem rein verschnitt-orientierten Ergebnis auch andere Varianten auswählen – etwa das Ergebnis mit der kürzesten Maschinenlaufzeit oder mit dem einfachsten Handling – perfekt passend zu den jeweiligen Bedürfnissen.

Und Action! Die HOLZ-HANDWERK digital erleben

Auch nach der HOLZ-HANDWERK sehen Sie unsere Messe-Highlights live in Aktion: Ein Filmteam hat unsere Innovationen ins Rampenlicht gerückt und Experten zu den Highlights befragt. Zu sehen sind alle Videos auf dem HOMAG YouTube Kanal:

www.youtube.com/homaggroup

Zurück zur Übersicht