Neues Venture Programm
Bei den Bearbeitungszentren hat HOMAG die sehr erfolgreiche Venture-Baureihe komplett überarbeitet. Sämtliche Modelle sind jetzt in drei Leistungsklassen verfügbar. Die einzigartige Kombination von unterschiedlichen Kantenanleimtechnologien und 5-Achs-Funktionalität garantiert eine hohe Flexibilität und Investitionssicherheit.
Neue Sicherheitstechnik safeScan
Das speziell für die Ansprüche im Fensterbau konzipierte neue Fahrportal-Bearbeitungszentrum BMG 500 von HOMAG wurde in Mailand mit dem HOMAG Sicherheitssystem safeScan vorgestellt. safeScan basiert auf einem Laserscanner, der berührungslos den Arbeitsbereich überwacht und den Maschinenbediener vor Kollisionen schützt. Es entfallen Trittschutzmatten und Bumper, welche oftmals im laufe der Zeit beschädigt werden, eine Stolperfalle darstellen oder die Vorschubgeschwindigkeiten einschränken. Das zum Patent angemeldete safeScan System reduziert zudem den Platzbedarf des Bearbeitungszentrums.
laserTec wird zur Erfolgsstory
Gezeigt wurde in Mailand auch das patentiere Verfahren laserTec, mit dem HOMAG die Kantenverarbeitung revolutioniert und bereits über 30 laserTec-Maschinen verkauft hat. Die Kunden überzeugt dabei neben der einfachen Handhabung, die hohe Wirtschaftlichkeit der Technik sowie insbesondere die perfekte Qualität und Optik der Kanten.
Kompakte Fertigungszelle
Dem Trend zu größeren Werkstückstärken trägt HOMAG mit dem Bearbeitungszentrum BAZ 222 Rechnung. Das powerEdge-Kantenanleimaggregat ist für eine maximale Werkstückdicke von 100 mm ausgelegt und garantiert eine effiziente Bekantung unterschiedlichster Formteile. Um die Stückkosten zu reduzieren, wird die Multiprocessing Unit MPU eingesetzt. Dieses "Bohraggregat" verfügt über eine Säge mit 200 mm Durchmesser und einen Frässpindel mit 6 kW Leistung. Da die komplette MPU um 360° variabel geschwenkt werden kann, entfallen bei 90 Prozent der Anwendungen die Werkzeugwechselzeiten, was zu einer Reduzierung der Fertigungszeiten um bis zu 15 Prozent führt.
Um die Nutzungszeit des Bearbeitungszentrums zu erhöhen und den Personaleinsatz zu reduzieren, kommt das Beschicksystem TBA 330 zum Einsatz. Dadurch wird das BAZ 222 zur Fertigungszelle, das in Pausen autark produziert oder auch schwere Werkstücke automatisch bearbeitet. Bislang sind hierfür oftmals zwei Maschinenbediener notwendig. Der TBA 330 wird mit der Maschinensteuerung des Bearbeitungszentrums bedient, so dass keine zusätzlichen Kenntnisse des Maschinenbedieners erforderlich sind.
Erweitertes AMBITION-Programm
Beim erweiterten Ambition-Programm verfügt bereits die Basisversion über eine umfangreiche und leistungsfähige Ausstattung, wie ein leistungsstarkes Fügeaggregat mit einem Werkzeugdurchmesser von 125 mm, das mit zwei Motoren im Gleich- und Gegenlauf für einen sauberen Schnitt an der Ober- und Unterseite der Platte sorgt. Den Leimauftrag auf die Kante übernimmt ein Schmelzkleber-Verleimteil, wobei die beheizte Leimauftragswalze Werkstückdicken von 8 bis 60 mm ohne Justierungen beleimen kann.
Darüber hinaus sorgt die konstante Leimtemperatur über die gesamte Walzenhöhe für gleichbleibend hohe Verleimqualität am Werkstück. Erreicht wird dies durch die einzigartige Heizung innerhalb der Auftragswalze. Die moderne Servokantenzuführung garantiert dabei ein positionsgenaues Anleimen der Kante von der Rolle an das Werkstück mit weniger Abfall und einem geringeren Verbrauch von Kantenmaterial. Auf der Xylexpo zeigte HOMAG einen attraktiven Abriss aktueller Kantenanleimmaschinen mit Vorschüben von 18 bis 32 m/min.
Mehr Flexibilität mit flexTrim
Die auf der Ligna 2009 erstmals vorgestellte Einheit flexTrim wurde inzwischen vielfach verkauft und befindet sich im Einsatz bei den Kunden. Damit ist durch automatisierte Werkzeugwechsel in der Maschine ein schnelles Umrüsten ohne Werkzeugwechsel auf unterschiedliche Kantenprofile möglich. Dadurch wird die Produktivität bei der Möbelherstellung wesentlich erhöht. Getreu dem Motto Evolution statt Revolution steht diese Technik jetzt auch im oberen Handwerks-Segment zur Verfügung, wie auf der Xylexpo 2010 auf der Kantenanleimmaschine KAL 330 vorgeführt wurde.
CNC Software
HOMAG präsentierte in Mailand auch die neueste Generation des erfolgreichen Programmiersystems woodWOP, von dem bereits 30.000 Anwendungen im Markt sind. In der aktuellen Version 6.0 werden das Werkstück, alle Bearbeitungen sowie Sauger und Konsolen grafisch dreidimensional dargestellt. Nachdem das Werkstück programmiert ist, kann mit der Bearbeitungssimulation woodMotion der gesamte Bearbeitungsablauf im Büro simuliert und überprüft werden. Auf der Maschine überwacht das Modul collisionControl den Arbeitsraum der Maschine und warnt den Bediener rechtzeitig vor einer bevorstehenden Kollision.
Ressourcen schonen, Effizienz steigern
Unter diesem Motto hat HOMAG das gesamte Programm an Kantenanleimmaschinen überarbeitet. Im Standard wird sowohl die Temperatur der Auftragseinheit, als auch die Steuerspannung heruntergefahren, sobald die Maschine nach eine voreingestellten Zeit nicht mehr mit Werkstücken beschickt wird. Die Gefahr dass Schmelzkleber verbrennt ist damit reduziert und Energie wird eingespart. Weitere Möglichkeiten dafür bieten I-Werkzeuge zur Reduzierung der Absaugenergie.
Bei herkömmlichen Maschinen wird zur Kühlung der Schaltschränke Energie benötigt. HOMAG bietet – dank intelligentem Maschinenbau – einen neuen Schaltschrank, der bei bis 40° Celsius Umgebungstemperatur keine Kühlenergie benötigt, so dass Kühlungslüfter mit dem statischen Kühlsystem nicht mehr betrieben werden müssen. Lüfter bedeuten zudem Wartungsaufwand beim Tausch von Filtern. Mit Lüfter könnte der Schaltschrank nicht hermetisch dicht abgeriegelt werden. Der dann auftretende Staub im Schaltschrank konnte bisher zu Störungen bei Wartungen oder auch im Betrieb führen. Diese Probleme können jetzt mit dem neuen System nicht mehr auftreten.
Sämtliche Bearbeitungszentren beinhalten im Standard eine Klappensteuerung zur Reduzierung der notwendigen Absaugleistung und über eine Stand-by-Funktion. Diese kann von Kunden ähnlich wie ein Bildschirmschoner beim PC selbst mittels Zeitvorgabe aktiviert werden. Das Bearbeitungszentrum geht dann in einen Energiesparmodus (Steuerspannung geht aus, Vakuumpumpen werden abgeschaltet etc.).